Fotografen-Protest gegen Jalag-Verträge

Verleger Thomas Ganske hat Ärger mit seinen Fotojournalisten. Nach Angaben des Branchenverbandes Freelens haben bereits „hunderte von Fotografen dem Jahreszeiten Verlag die Zusammenarbeit versagt“. Hintergrund ist ein neuer Rahmenvertrag, der von den Knipsern – ihrer Meinung nach – verlangt, nahezu alle Rechte abzugeben und sämtliche während des Auftrages erstellten Bilder allen zwölf Verlags-Objekten zu überlassen.

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Uptade: Hier finden Sie einen neuen Artikel inklusive einer ersten Stellungnahme des Jahreszeitenverlages
Zum Hamburger Zeitschriftenhaus gehören Titel wie „Für Sie“, „Petra“, „Selber machen“, „Merian“, „Der Feinschmecker“ oder „Architektur und Wohnen“.

Ein besonderes Ärgernis ist in den Augen der 1800 Verbands-Mitglieder, dass Ganske zu den Unterzeichnern des Heidelberger Appells gehört. In ihm heißt es unter anderem: „Autoren und Verleger lehnen alle Versuche und Praktiken ab, das für Literatur, Kunst und Wissenschaft fundamentale Urheberrecht, das Grundrecht der Freiheit von Forschung und Lehre sowie die Presse- und Publikationsfreiheit zu untergraben. Es muss auch künftig der Entscheidung von Schriftstellern, Künstlern, Wissenschaftlern, kurz: allen Kreativen freigestellt bleiben, ob und wo ihre Werke veröffentlicht werden sollen. Jeder Zwang, jede Nötigung zur Publikation in einer bestimmten Form ist ebenso inakzeptabel wie die politische Toleranz gegenüber Raubkopien, wie sie Google derzeit massenhaft herstellt.“

Neben den Fotojournalisten scheinen sich auch die ersten Bildagenturen dem Protest anzuschließen. Auch sie sehen ihre Geschäftsgrundlage durch den neuen Rahmenvertrag gefährdet.

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