Twitter-Wurm hält Netz in Atem

Ein Wurm nervt am langen Oster-Wochenende die weltweiten Nutzer des Kurzkommunikationsdienstes Twitter. Der Wurm, der sich in hoher Geschwindigkeit verbreitet, kapert Twitter-Accounts und twittert dort unerwünschte Mitteilungen. Twitter hat das Sicherheitsproblem offenbar nach zwei Tagen noch immer nicht gelöst, am Ostermontagmorgen startete die nächste Welle.

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Laut verschiedenen Berichten stammt der Wurm von einem 17-jährigen Amerikaner, der sich „Mikeyy“ nennt. Er steckt offenbar hinter allen österlichen Twitter-Wurm-Attacken. Der Wurm verbreitet sich offenbar dann, wenn ein Twitter-Nutzer auf ein infiziertes Account eines anderen Nutzers klickt. Dort hat „Mikeyy“ über eine Sicherheitslücke seinen schadhaften Code eingebaut. Ist der Nutzer während dieses Klicks in sein Account eingeloggt, verbreitet sich der Code auch in sein Profil und die Lawine rollt weiter. Abhilfe schafft nur das sofortige Entfernen der Tweets und der Änderungen, die „Mikeyy“ in den Orts-, Namens- und URL-Angaben der Twitter-Profile vornimmt. Auch @MEEDIA war am Montagmorgen kurzzeitig infiziert.

Schutz vor dem Wurm bietet derzeit wohl nur, auf keinen Link zu klicken, der über Twitter verbreitet wird, keine Profilseite eines anderen Twitter-Nutzers zu besuchen, während man in sein eigenes Account eingeloggt ist und möglichst externe Twitter-Applikationen wie TweetDeck oder Twhirl zu nutzen, da die offenbar sicher sind und den Wurm nicht weiterverbreiten. Twitter arbeitet zur Stunde daran, das neue Auftreten des Wurms zu bekämpfen und beruhigt seine Nutzer: „No passwords, phone numbers, or other sensitive information were compromised as part of this renewed attack.“

Nachtrag Ostermontag-Nachmittag: Twitter hat das Problem inzwischen nach eigenen Angaben in den Griff bekommen. Auf dem Firmen-eigenen @Spam-Account wurde getwittert: „We believe things are now under control; we’ll be continuing to monitor the Mikeyy situation. Thanks for your patience.“

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