Zahlt Google 250 Millionen für Twitter?

Heißes Gerücht: Google hat Interesse am Kauf der Microblogging-Plattform Twitter und könnte dabei mehr als 250 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Das will Techblogger Michael Arrington (Techcrunch) von zwei unabhängigen Quellen erfahren haben. Die Verhandlungen sollen sich bereits in einem "fortgeschrittenen Stadium" befinden. Erst kürzlich hatte Twitter ein weitaus höheres Angebot abgelehnt: Facebook bot mehr als eine halbe Milliarde Dollar, wollte aber nur mit eigenen Aktien bezahlen.

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Googles Interesse an Twitter scheint logisch. Der Webriese fürchtet vom Microblogging-Dienst in seinem ureigensten Terrain angegriffen zu werden. Da Twitter Nachrichten in Echtzeit verbreitet, sind die Suchergebnisse wesentlich aktueller als die einer klassischen Suchmaschine. Für Arrington besteht der eigentliche Wert des Microblogging-Dienstes denn auch in der Suchfunktion: „It holds the keys to the best real time database and search engine on the Internet, and Google doesn’t even have a horse in the game“, so der Techblogger.

Twitter selbst scheint um sein Potential zu wissen und launchte kürzlich eine optimierte Suchfunktion: User können Suchergebnisse ab sofort direkt auf ihrer Twitter-Homepage sehen, die Tweets ihrer Followers nach Schlüsselbegriffen durchstöbern und künftig sogar ihre Suchergebnisse speichern.

Auch wäre es nicht das erste Mal, dass die beiden Twitter-Gründer Evan Williams und Biz Stone mit Google Geschäfte machen: Schon 2003 verkauften sie ihren Webblog-Dienst Blogger.com an das Unternehmen. Derzeit geben sich jedoch beide Seiten Mühe, die Kaufgerücht zu entkräften. Während Google CEO Eric Schmidt kürzlich auf einer Konferenz Twitter als „poor man’s e-mail system“ bezeichnete, bekundete Biz Stone, Twitter wolle ein starkes, profitables und unabhängiges Unternehmen werden.

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