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G-20: Der Gipfel der Peinlichkeiten

Das Treffen der G-20-Staaten in London war auch die große Medienshow der Regierungschefs. Doch beim Stelldichein zum Gruppenfoto zeigten einige, dass es mit der diplomatischen Etikette nicht bei allen Teilnehmern des Weltfinanzgipfels weit her ist. Ganz oben auf dem Protokoll der Peinlichkeiten: Italiens gelegentlich leicht prolliger Staatslenker Silvio Berlusconi und Amerikas First Lady, die die Benimm-Regeln im Umgang mit Königin Elisabeth II. erst noch lernen muss. Die Queen war not amused.

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Das Treffen der G-20-Staaten in London war auch die große Medienshow der Regierungschefs. Doch beim Stelldichein zum Gruppenfoto zeigten einige, dass es mit der diplomatischen Etikette nicht bei allen Teilnehmern des Weltfinanzgipfels weit her ist. Ganz oben auf dem Protokoll der Peinlichkeiten: Italiens gelegentlich leicht prolliger Staatslenker Silvio Berlusconi und Amerikas First Lady, die die Benimm-Regeln im Umgang mit Königin Elisabeth II. erst noch lernen muss. Die Queen war not amused.

Michelle Obama leistete sich den Fauxpas, die Queen von hinten zu umarmen. Dabei gilt in Diplomatenkreisen der eiserne Grundsatz „Don’t ever touch her Majesty!“ Königin Elisabeth schien irritiert, bewahrte aber die Contenance und deutete ihrerseits eine Umarmung der First Lady an.

Doch damit nicht genug. Als die versammelten Politchefs schließlich in die Kameras gelächelt hatten und die Foto-Formation wieder auflösten, rief Silvio Berlusconi nach dem einige Meter entfernten US-Präsidenten. Der Italiener, der direkt neben der Queen stand, dröhnte ihr ins Ohr: „Mister OBAAAMA! Mister OBAAAAAMAAA!“ Die Queen war mehr als pikiert: „What is this?“ fragte sie mit hoher Stimme und entfernte sich kopfschüttelnd.

Italiens Medien übten sich im Fremdschämen für ihren Premierminister.  „Die x-te Blamage von Berlusconi“ jammerte die Nachrichtenagentur Asca. Schließlich hatte Berlusconi unlängst bei einer Pressekonferenz in Moskau über Barack Obama gewitzelt: „Er hat alles: Er ist jung, schön und gut gebräunt.“

Der Gadget-affine US-Präsident allerdings beeindruckte die Queen. Obama schenkte der 82-Jährigen einen iPod mit einer Fotogalerie und Videos von ihrem Amerika-Besuch 2007 und 40 Hits aus Musicals und Filmen, darunter ihre Lieblingssongs „I could have danced all night“, „Hello Dolly“, „Cabaret“ und „Don’t cry for me, Argentina“. „Ein willkommenes und lustiges Geschenk“, kommentierte ein Palastsprecher später die Reaktion der Königin.
Dass es zu Berlusconis Missgeschick mit der Queen kommen konnte, lag übrigens an einer anderen kleinen Panne: Das Gruppenfoto musste wiederholt werden, weil Kanadas Premier Stephen Harper auf dem ersten Bild fehlte. Der (offizielle natürlich dementierte) Grund: Harper war auf der Toilette.

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