Vox stellt Ur-Format „Voxtours“ ein

Ein Schritt von hoher Symbolkraft: Vox stellt mit "Voxtours" eine Eigenproduktion ein, die so alt ist wie der Privatsender selbst. Wie der Branchendienst DWDL berichtet, ist das Ende des Reisemagazins nicht der einzige drastische Einschnitt. Auch „Wolkenlos“ verschwindet aus dem Programm. Laut Vox stehe die Entscheidung gegen die Reisemagazine nicht im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise. Gleichwohl sind weitere Senderbereiche von Sparmaßnahmen betroffen.

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So wurde die Kopfredaktion des Magazins „Wissenshunger“ entlassen, weil die Produktion an eine externe Firma ausgelagert wird. Die hauseigene Synchronisations-Abteilung wird aufgrund geringeren Bedarfs ebenfalls aufgelöst. Nachvertonungen sollen künftig von anderen Instanzen innerhalb der RTL Gruppe erledigt werden, zu der der Kölner Sender gehört.

Zum Ende seiner traditionsreichen Reisemagazine erklärte eine Vox-Sprecherin gegenüber DWDL: „Auch ohne Finanz- bzw. Werbekrise wären wir zu diesem Ergebnis gekommen. Die Entscheidung hat nichts mit Sparmaßnahmen zu tun. Die Sendungen sind einfach in die Jahre gekommen, was bei Programmen, die viele Jahre zum Profil des Senders gehörten, besonders schmerzlich ist“.

Tatsächlich erreichte „Voxtours“ zuletzt nur noch einen durchschnittlichen Marktanteil von 6,1 Prozent in der Zielgruppe; „Wolkenlos“ kam auf 5,6 Prozent.

Die Einsparungen betreffen zehn Vox-Mitarbeiter direkt. Ihnen wurden Stellen in anderen Abteilungen der Mediengruppe RTL Deutschland angeboten.

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