Twinity: Berlins Szene „lebensecht“ in 3D

Der Startschuss ist gefallen: Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit eröffnete gerade die Open-Beta-Phase für Twinity – der weltweit ersten Online-Welt, die auf realen Metropolen basiert. Mirko Caspar und seinem Team bauten zum Start eine virtuelle Version von Berlin Mitte nach. Im MEEDIA-Interview verrät Caspar, warum Twinity in der deutschen Hauptstadt startet, wie sich ein Projekt dieser Größenordnung überhaupt finanzieren will und wo die großen Unterschiede zu Second Life liegen.

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Warum startet Twinity ausgerechnet in Berlin?
Berlin ist nicht nur eine der aufregendsten Metropolen der Welt, sondern auch der Hauptsitz unserer Firma, der Metaversum GmbH. Da liegt es nahe, mit der Stadt zu starten, in der man zu Hause ist. Ein weiterer Grund ist allerdings etwas profaner: Wir hatten für Berlin als erste Stadt weltweit eine sehr gute Datenlage zum Bau einer virtuellen Stadt.

Ist Twinity kostenlos?
Die Basismitgliedschaft in Twinity ist komplett kostenlos. Jeder Internet-User kann sich auf Twinity.com den Client herunterladen, installieren und die Welt entdecken. Wer auf eine ganze Reihe exklusiver Features zugreifen möchte oder virtueller Hausbesitzer werden will, kann Premium-Mitglied werden. Dann zahlt er eine monatliche Grundgebühr. Es gibt auch die Möglichkeit, in den Handel mit virtuellen oder echten Gütern und Services einzusteigen. Dafür gibt es die „Commercial Membership“.

Was ist der Unterschied zwischen Twinity und Second Life?
Das Neue an Twinity ist die enge Verknüpfung mit der realen Welt. Bisher sind virtuelle Welten meist Fantasiewelten mit Fantasieavataren und Fantasienamen. Wer als Mitglied auch in virtuellen Welten so sein will, wie er ist, zusammen mit seinen realen Freunden und Interessen, findet bei Twinity sein 3D-Zuhause. Wir sind die einzige virtuelle Welt, die als Basis und Kern-Thema das echte Leben hat. Wir bilden Metropolen der Welt lebensecht ab und sorgen so für eine einfachere Orientierung. Bereits jetzt sind dutzende, tatsächlich in Berlin ansässige Shops, Restaurants, Bars und Clubs in Twinity integriert.

Wann gehen andere Metropolen online?
Das nächste große Ziel ist die internationale Expansion, die voraussichtlich mit London und Singapur starten wird.

Wie soll sich Twinity finanzieren?
Twinity finanziert sich über vier Quellen: Als erstes haben wir die erwähnten Premium-Mitgliedschaften. Zudem wird der Verkauf und Handel virtueller Immobilien eine große Rolle spielen. Drittens sind wir auch ein Markplatz. D.h. beim Handel mit virtuellen Gütern machen wir es wie jeder Onlinemarktplatz – wir behalten eine kleine Transaktionsgebühr ein. Die vierte Einnahmequelle ist das so genannte In-World-Advertising. Wie in der realen Welt auch, wird es in der virtuellen Welt Werbeflächen geben, die gebucht werden können. Das Positive für Werbetreibende wie für Twinity-Mitglieder gleichermaßen: Die Werbeflächen sind aus der realen Welt bekannt und bereichern den realen Eindruck der Welt. Die Werbetreibenden haben die Möglichkeit, interaktive Werbung im realen Kontext ihrer Marken und Produkte zu platzieren.

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