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Google enttäuscht Wallstreet-Analysten

Das eigene rasante Wachstum wird für Internet-Gigant Google zum Problem. Trotz einer 35-prozentigen Einnahmen-Steigerung enttäuschen die Zahlen für das zweite Quartal 2008 sowohl Aktionäre als auch Analysten. Im nachbörslichen Handel brach die Google-Aktie deshalb um bis zu zehn Prozent ein. Auch die Anteile von Microsoft fielen um mehr als fünf Prozent. Der weltgrößte Software-Hersteller steigerte seinen Umsatz, konnte aber die selbstgesteckten hohen Erwartungen nicht erfüllen.

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Google konnte den Brutto-Umsatz im zweiten Quartal 2008 auf 5,37 Milliarden Dollar steigern, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Wachstum von 39 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2008 wuchs das Unternehmen allerdings nur um drei Prozent. Der Gewinn ist in diesem Zeitraum von 1,31 Milliarden Dollar auf 1,25 Milliarden Dollar deutlich zurückgegangen. Der Gewinn liegt statt der erwarteten 4,75 Dollar pro Anteil bei 4,63 Dollar ohne Einmalposten.

„Traffic und Umsätze haben sich gut behauptet, trotz ungewisser wirtschaftlicher Bedingungen“, sagte Google-Chef Eric Schmidt gegenüber Analysten und sprach von einem „weiteren starken Quartal“.

Google-Manager machen insbesondere die 3,2 Milliarden teure Übernahme des Werbeunternehmens DoubleClick für die Belastung der Bilanz verantwortlich. Analysten hatten größere Erwartungen in den Beitrag von YouTube und DoubleClick zum Umsatz gesetzt.

Bei Microsoft reagierten Analysten trotz einer Umsatzsteigerung von 18 Prozent gegenüber dem vierten Quartal des Vorjahres-Geschäftsjahrs ebenfalls enttäuscht.

Microsoft profitierte im vierten Quartal seines Geschäftsjahres vor allem vom PC-Markt. In seinem traditionelle Kerngeschäft mit dem Betriebssystem Windows und dem Office-Paket wuchs der Umsatz im Vergleich zu Vorjahreszeitraum stark, Windows legte trotz des misslungenen Vista-Starts von 3,8 auf 4,8 Milliarden Dollar zu, Office von 4,6 auf 5,3 Milliarden.

Der Gesamtumsatz von Microsoft stieg um 18 Prozent auf 15,84 Milliarden Dollar auf knapp 16 Milliarden Dollar, Analysten hatten nur 15,65 Milliarden erwartet. Der Gewinn wuchs um 42 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar. Trotzdem reagierte der Handel enttäuscht. Analysten hatten mit einem Gewinn von 47 Cent pro Aktie gerechnet, Microsoft erreichte 46 Prozent. Das genügte, die Microsoft-Aktie im nachbörslichen Handel um 6,5 Prozent fallen zu lassen.

Als Grund für die geringeren Gewinne gab Microsoft insbesonders um 15 Prozent gestiegene Personalkosten an. Wahrscheinlich wirkt sich auch der Misserfolg des aktuellen Betriebssystems Windows Vista und die gescheiterte Übernahme von Yahoo negativ auf die Bilanz aus. Im Internet-Geschäftsbereich versagt Microsoft weiterhin. Bei einer Steigerung des Umsatzes von 677 auf 838 Millionen Dollar stiegen die Verluste von 210 auf 488 Millionen Dollar.

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