Alles dünner: iPods und Steve Jobs

Wie erwartet hat Apple bei seinem aktuellen Special Event die Produktfamilie der iPods erneuert. Augenfälligste Neuerung: Der iPod Nano wird noch dünner und bekommt einen größeren Bildschirm sowie einen Bewegungssensor. Sehr dünn präsentierte sich auch Apple-Boss Steve Jobs auf der Bühne. "Berichte über meinen Tod sind stark übertrieben", zitierte er Mark Twain. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte vor kurzem einen vorproduzierten Nachruf auf Jobs veröffentlicht.

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Jobs, der 2004 wegen eines Krebsleidens operiert wurde, stand zwar sehr mager, doch quicklebendig auf der Bühne und präsentierte die neuen iPod Nanos, eine neue Generation des iPod Touch und den neuen iPod Classic. Beim Nano gab es die größten Änderungen und die meisten Farben (neun). Netter Gag: Wenn man den Nano schüttelt, aktivieren die Bewegungssensoren die Zufallswiedergabe. Kostenpunkt für das Acht-Gig-Modell: 149 Euro. Der berührungsempfindliche iPod Touch bekommt einen Lautsprecher und eine, analog zum neuen iPhone, abgerundete Form. Außerdem sinkt der Preis für das acht Gigabyte Modell auf 219 Euro.

Apple kündigte zudem eine regelrechte Spiele-Offensive für den iPod Touch und damit auch für das weitgehend kompatible iPhone an. Neben dem gehypten Evolutionsspiel „Spore“ soll es auch bekannte Spiele wie „Need for Speed“ und „Real Soccer“ für den Touch geben. Damit wird Apples iPod Touch zu einer vollwertigen Konkurrenz für mobile Spielekonsolen wie die Playstation Portable von Sony oder die Nintendo DS Lite.

Das Musik- und Film-Verwaltungsprogramm iTunes bekommt ebenfalls ein Update auf die Nummer acht. Wesentliche Neuheit: Eine Funktion namens Genius soll selbstständig Musikstücke, die gut zueinander passen, zu Playlists zusammenstellen.

Vom Oldie im Programm, dem iPod Classic, gab es außer ein wenig Modellpflege nix Neues. Statt einem 80 und einem 160 Gigabyte Modell gibt es künftig nur noch eines mit 120 Gig für 239 Euro. Sollte ausreichen. Hoffnungen von Fans und Analysten auf weitere Neuheiten wurden nicht erfüllt. So gab der Aktienkurs nach der Veranstaltung prompt um 3,4 Prozent nach.

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