Wenn Verlage an der Pressestelle sparen

Heutzutage muss ja überall gespart werden. Nicht zuletzt bei Verlagen. Jetzt machte die Meldung die Runde, das die Verlagsgruppe Handelsblatt in Düsseldorf etwas über 40 Stellen abbaut. Um die Meldung nachzuprüfen, wählte die die unter „Presse Kontakt“ angegebene Telefonnummer, die auf der Homepage zu lesen war. Als Kontakt war dort eine Nina Rauschenbach angegeben und […]

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Heutzutage muss ja überall gespart werden. Nicht zuletzt bei Verlagen. Jetzt machte die Meldung die Runde, das die Verlagsgruppe Handelsblatt in Düsseldorf etwas über 40 Stellen abbaut. Um die Meldung nachzuprüfen, wählte die die unter „Presse Kontakt“ angegebene Telefonnummer, die auf der Homepage zu lesen war. Als Kontakt war dort eine Nina Rauschenbach angegeben und die Telefonnummer der Zentrale. Bei der Zentrale angekommen fragte ich nach Frau Rauschenbach. „Moment, wir verbinden….“ Dann nahm eine andere Kollegin ab. „Bin ich da bei der Pressestelle?“ „Nein, Moment, ich verbinde sie…“ Nach ca 5. Minuten Knacksen und Tüten in der Leitung legte ich auf. Erneut die Zentrale angewählt. Diesmal fragte ich listig nicht nach „Frau Rauschenbach“, sondern gleich nach der „Pressestelle“. „Moment, ich verbinde“, sagte die Dame am Empfang. Es meldete sich eine neue Frauenstimme. „Bin ich da nun bei der Pressestelle?“ „Nein, sie sind bei der Personalabteilung.“ „Oh.“ Die freundliche Dame erklärte sich bereit, für mich die Nummer der Pressestelle ausfindig zu machen und zurückgerufen. Okay, freundlich und bemüht sind sie immerhin. In der Zwischenzeit hatte ich längst PR-Berater erreicht, der auch für die Verlagsgruppe Handelsblatt arbeitet und mir den Personalabbau bestätigen konnte. Kurz nach diesem Telefonat rief die Personalabteilung der VHB tatsächlich nochmal zurück. „Ja, sie hätten nun jemanden, an den sie mich weiterverweisen könnten.“ „Die Pressestelle?“ „Nein, eine Pressestelle haben wir gar nicht, ich hätte da jemanden von der Abteilung Neue Projekte….“ Ich lehnte dankend ab und sagte, dass ich die gewünschte Info mittlerweile anderweitig bekommen hatte.

Tja. Vor einiger Zeit war man bei der VHB der Meinung, dass ein Kommunikationsunternehmen keine Kommunikationsabteilung braucht und hat gespart.

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