„Wok-WM“ fällt auf neuen Minusrekord

Das große Show-Duell zwischen RTL und ProSieben war am Ende gar keins: "Deutschland sucht den Superstar" sahen fast doppelt so viele 14- bis 49-Jährige wie die "TV total Wok-WM". 3,48 Mio. waren es bei der RTL-Casting-Show, 1,77 Mio. bei ProSiebens Konkurrent. Damit verlor die "Wok-WM" im Vergleich zum Vorjahr 0,44 Mio. und fiel auf ihre geringste Zuschauerzahl aller Zeiten. Gute Prime-Time-Werte erreichten trotz der Konkurrenz auch das ZDF, RTL II und kabel eins.

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So erzielte der Samstags-Krimi „Unter Verdacht“ mit 8,6% einen für ZDF-Verhältnisse sehr ordentlichen Marktanteil im jungen Publikum, RTL IIs „Das Haus der Verdammnis“ schaffte 8,2% und „James Bond 007 – Leben und sterben lassen“ bei kabel eins 6,7%. Vor die drei setzte sich noch „Die Legende des Zorro“ von Sat.1: Dort sind 8,9% allerdings ein unbefriedigendes Ergebnis. An der Spitze der Samstags-Charts finden sich ausschließlich RTL-Programme. „Deutschland sucht den Superstar“ gewann mit 3,48 Mio. Werberelevanten und einem Zielgruppen-Marktanteil von 29,9% klar, die Entscheidungs-Show sahen um Mitternacht immerhin noch 2,30 Mio. 14- bis 49-Jährige. Platz 3 ging an die Comedy „Böse Mädchen“, die 20,2% holte, „4 Singles“ fiel mit der zweiten Episode hingegen auf nur noch mittelmäßige 16,3% – und das obwohl sie im direkten Anschluss an „DSDS“ ausgestrahlt wurde.

Wie unschön die Entwicklung der „TV total Wok-WM“ aussieht, zeigt auch folgender Vergleich: Vor fünf Jahren schauten die Veranstaltung bei ProSieben noch 3,89 Mio. 14- bis 49-Jährige. Diesmal waren es mit 1,77 Mio. nur noch 46% dieses Wertes. Seit 2004 verliert die „Wok-WM“ Jahr für Jahr, lediglich 2008 ging es im Vergleich zu 2007 noch einmal leicht nach oben. Die 1,77 Mio. sind nun aber ein neuer Tiefstwert. Mit 16,3% lag die Show natürlich dennoch klar über den ProSieben-Normalwerten – ein Quotengigant ist die Sendung damit aber nicht mehr.

Zu den Verlierern des Abends gehören neben Sat.1 vor allem auch Vox und Das Erste. Vox blieb mit dem 20.15-Uhr-Film „Ein Mann für eine Saison“ bei miesen 5,1% hängen, Das Erste schaffte mit seinem „Muikantenstadl“ im jungen Publikum erwartungsgemäß nur desaströse 2,7% und lag damit sogar noch klar hinter Super RTLs „Tom und Jerry – Der Zauberring“. Der Zeichentrickfilm war mir 0,50 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 4,4% auch das meistgesehene Programm der kleineren Sender. Trost für Das Erste: Die Bundesliga-„Sportschau“ holte ab 18.50 Uhr starke 21,6% und belegt mit 1,87 Mio. 14- bis 49-Jährigen Platz 4 des Tages-Rankings.

Der größere Trost für die ARD werden aber die Zahlen aus dem Gesamtpublikum sein, die wichtigere Kenngröße für Das Erste. Dort gewann die 20-Uhr-„Tagesschau“ mit 6,83 Mio. Sehern vor der Bundesliga-„Sportschau“ (6,19 Mio.) den Samstag. Der „Musikantenstadl“ musste sich allerdings um 20.15 Uhr RTLs „Deutschland sucht den Superstar“ geschlagen geben: 5,63 Mio. sahen das RTL-Casting, 5,61 Mio. die Volksmusik im Ersten. Direkt dahinter folgt in der Prime Time der ZDF-Krimi „Unter Verdacht“, der mit 5,17 Mio. und 16,7% ebenfalls zufrieden sein kann. Zuschauerstärkstes Nicht-ARD-ZDF-RTL-Programm war die „TV total Wok-WM“, die mit 2,48 Mio. Fans aber abgeschlagen auf Platz 19 zu finden ist.

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