Burda investiert in boomende Web-Games

Hubert Burda setzt auf Spielkinder und schraubt an einem Hello Kitty Browser-Game. Die Webseite zum Spiel ist schon online. Sukzessive sollen erste Teile des Adventures online gehen. Konzipiert ist das Spiel als Massively Multiplayer Online Game (MMOG). Damit ist Burda das wohl erste deutsche Medienhaus, das so offensiv in den boomenden Online- Spiele-Markt investiert. Die Verbindung aus dem angesagten Kinder-Star Hello Kitty und einem Web-Spiel könnte sich als Goldgrube erweisen.

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Massively Multiplayer-Games sind für das Medienhaus kein Neuland. Die Konzertochter Burda:ic betreibt bereits die beiden Spiele Ragnarok Online und Florensia. Dazu bauten die Münchner das europaweite Multiplayer-Portal alaplaya.eu auf. „Für Hubert Burda Media stellt die Gaming-Industrie ein Schlüsselmedium dar, um junge Zielgruppen zu erreichen. Deshalb wurde die burda:ic GmbH gegründet“, heißt es in der Selbstbeschreibung der Konzerntochter.

Der sperrigen Begriff der Massively Multiplayer Online Games, steht für Computer-Rollenspiele, die ausschließlich über das Internet laufen. Dabei können tausend von Teilnehmer gleichzeitig in einer geschlossenen und dauerhaften virtuellen Welt agieren.

Die neue Seite zum Spiel beinhaltet erste Details und Screenshots zum Game, News, Updates sowie einen Community- und Download-Bereich. Herzstück der Homepage sind einige Video-Tutorials, die die neue Hello Kitty Online-Welt sowie die einzelnen Spiel-Funktionen und -Schritte ausführlich erklären.

Die ultrakitschigen Welt von Hello Kitty, dem Pinguin Badtz-Maru, dem Häschen My Melody oder dem Hundewelpen Pom Pom Purin, ist für Burda:ic bereits vertrautes Terrain. In Kooperation mit dem japanischen Hello Kitty-Mutterkonzern Sanrio betreiben die Münchner unter Sanriotown.eu die offizielle europäische Fanpage zur Comic-Figur. Das Portal bietet ein Forum, kleine Flash-Spielchen, eine Download-Rubrik und ein Quiz. Herzstück von Sanriotown sind Sektionen, in denen Hello-Kitty-Fans Blogs anlegen und Videos hochladen können. Auf diese Weise entsteht ein geschlossenes Hello-Kitty-Web-2.0-Universum inklusive eigener Hello-Kitty-Mailadresse.

Die japanische Comic-Welt rund um das putzige rosa Kätzchen ist längst ein Multi-Millionen-Business. Allein mit Hello Kitty-Produkten macht Sanrio rund die Hälfte seines Jahresumsatzes von über einer Milliarde US-Dollar.

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