Premiere stellt Gaming-Sender Giga TV ein

Nur noch eine Gnadenfrist bis Ende März, dann wird Giga TV nicht mehr existieren. Das überraschende Ende des Gaming-Senders begründete Geschäftsführer Stephan Borg auf dem Sender-Blog damit, dass der Mutterkonzern Premiere AG "sich künftig mehr um sein Hauptgeschäft, das Abonnentenfernsehen kümmern" werde. Der Spartensender fällt dem neuen Kurs dabei zum Opfer. Die Programm-Produktion wird umgehend eingestellt.

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Ab sofort bringt der Spartensender nur noch Wiederholungen. Das Internetportal des Senders, giga.de, bleibt noch bis Ende Mai am Netz. In seinem Brief an die Giga-Community macht Borg aus seiner eigenen Enttäuschung kein Hehl: „Das ist für uns alle eine traurige Entscheidung und sehr schade“, schreibt der Geschäftsführer.

Die Entscheidung kommt in einer für Giga eigentlich erfolgreichen Phase. Die Webseite verbucht Rekordwerte, für den Januar hat die IVW fast 2,5 Millionen Visits gezählt. Zudem erreichte der Sender das beste Geschäftsergebnis seit zehn Jahren.

Gleichzeitig überwiegen jedoch die negativen Faktoren. Vor allem der eingebrochene Werbemarkt habe auf „kleine Sender wie uns erschütternde Auswirkungen“, schreibt Borg. Und der Werbemarkt im Bereich Gaming sei besonders stark betroffen.

Giga TV war im November 1998 mit einem Programm zu Spielen, eSport und Lifestyle auf Sendung gegangen. Das interaktive Format setzte von Anfang an auf eine enge Verzahnung mit dem Internet. Zielgruppe war ein jugendliches Publikum. Im Januar 2008 über nahm die Premiere AG den Sender.

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