VZ-Trio verliert, Facebook holt auf

Gute Nachrichten für Geburtstagskind Facebook. Die Community, die am Mittwoch ihren 5. Ehrentag feiert, holt auch im umkämpften deutschen Markt immer mehr auf. Die neuen Zahlen aus dem Google-AdPlanner zeigen, dass Facebook erstmals in die Top 40 der populärsten Websites Deutschlands eingezogen ist und an meinVZ vorbei gezogen ist. Die anderen beiden VZs verlieren Nutzer und selbst wer-kennt-wen kann seinen Aufstieg nicht mehr fortsetzen und stagniert.

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3,8 Mio. Unique Visitors aus Deutschland hatte die Website Facebook.com laut Google AdPlanner im Dezember. Wohlgemerkt: Gezählt werden nicht nur Mitglieder der Community, sondern auch Leute, die die Website besuchen ohne Mitglied zu sein. meinVZ hatte 3,5 Mio. Unique Visitors, lag damit also hinter Facebook. Die drei großen sozialen Netzwerke, schülerVZ, studiVZ und wer-kennt-wen haben zwar noch einen recht großen Vorsprung auf Facebook, ausruhen sollten sie sich darauf aber nicht. So lag studiVZ im Juli noch 5,6 Mio. Unique Visitors vor Facebook, inzwischen sind es nur noch 3,6 Mio. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte es noch 2009 eng werden für studiVZ.

Ein Blick auf die Entwicklung der Besucherzahlen zeigt, dass studiVZ und schülerVZ seit Frühjahr 2008 stetig Nutzer in Deutschland verlieren, und selbst Aufsteiger wer-kennt-wen seit Herbst stagniert. Einzig Facebook legt Stück für Stück zu. Dass meinVZ bei den täglichen Besucherzahlen noch vor Facebook liegt, zeigt, dass die wenigeren meinVZ-Visitors dafür treuer sind und die Website öfter besuchen:

Aus aktuellem Anlass, dem Deutschland-Start von LinkedIn, werfen wir auch noch einen Blick auf die Zahlen des US-Netzwerkes und seines übermächtigen deutschen Konkurrenten Xing. Die Kurven der beiden Angebote zeigen, dass sich Xing abgesehen von dem Weihnachts-Tief das gesamte Jahr über stabil halten konnte, während LinkedIn noch weit vom Kontrahenten entfernt ist. Ob der Start der deutschen Version daran etwas Grundlegendes ändern kann?

Im Ranking der 40 populärsten Websites Deutschlands führen – abgesehen von den Google-Angeboten, deren Zahlen der AdPlanner leider verschweigt – weiterhin ebay, die Wikipedia und Mozilla.com, Website des Browsers Firefox, die Nutzer der Software regelmäßig bei Updates automatisch besuchen. Auf einen Vergleich der Unique-Visitors-Zahlen mit denen des Vormonats verzichten wir wie bei unserer gesonderten Analyse der Nachrichten-Websites, da Google die Berechnugsgrundlage geändert hat und die Zahlen bei allen Sites im Durchschnitt 30% über denen des Novembers liegen. Stattdessen zeigen wir Ihnen die Vormonatsplatzierungen. Aufsteiger innerhalb der Top 20 ist demnach Chip Online, das drei Plätze gutmacht hat und mit 8,20 Mio. Unique Visitors nun sogar an die Tür der Top Ten anklopft. StudiVZ hat die drei Plätze hingegen verloren, MyVideo klettert von 18 auf 16:

In der zweiten Hälfte unseres Top-40-Rankings findet sich das angesprochene Facebook, das von 47 auf 40 gesprungen ist, ebenfalls weit nach oben geklettert ist Otto.de – Weihnachten sei dank. Plätze eingebüßt haben dafür u.a. Spiegel Online (von 20 auf 24), Adobe.com (von 21 auf 27) und Freenet.de (von 31 auf 35):

Zu den größten Aufsteigern des Monats gehören neben Versandhäusern wie Amazon, Otto.de und Conrad.de vor allem Anbieter von Online-Grußkarten und anderen Weihnachts-Gimmicks. So legte Weihnachtsgedicht.de um über 1000 % im Vergleich zum November zu und landete bei 320.000 Unique Visitors, Grusskartenfreunde.de, ecards4u.de und ähnliche Websites gewannen ebenfalls mehrere 100% hinzu. Allergrößter Gewinner war allerdings die Website JibJab, bei der sich u.a. mit eigenen Fotos lustige animierte Flash-Grußkarten bauen lassen. Aus 27.000 deutschen Unique Visitors im November wurden dort im Dezember sage und schreibe 510.000. Ein Zuwachs von 1788,9%.

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