Bertelsmann: Millionen für Lern-Plattform

Selbst schlechte Rechner können sich ausrechnen, dass Bertelsmanns neue E-Learning-Plattform Scoyo ein Erfolg werden muss. Immerhin hat die Entwicklung der Seite 15 bis 20 Millionen Euro gekostet. Ein Misserfolg wäre für die Gütersloher nicht tragbar. Wie stehen also die Chancen für Scoyo? Gut. Das Angebot ist ausgereift und ansprechend. Für Kinder sowieso. Aber auch Eltern und Lehrer können von der Plattform profitieren.

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Scoyo wurde bereits im Mai 2007 gegründet; damals noch unter dem Namen SIA – study interactive. 50 Mitarbeiter arbeiten seitdem unermüdlich an der Plattform, die in dieser Form in Deutschland ohne Konkurrenz ist. Andreas von Lepel („PCgo“, „Bravo Screenfun“) leitet die Redaktion, Ulrich Schmid die Produktentwicklung. Ralf Schremper, der bei Bertelsmann vorher Leiter der Unternehmensentwicklung war, ist als Geschäftsführer für den Erfolg der Plattform verantwortlich. Er hat selbst zwei Kinder, und weiß offensichtlich, wie diese Spaß am Lernen bekommen: „Durch individuelle Lernangebote und ein hohes Maß an Interaktivität werden Kinder gezielt gefördert und gleichzeitig animiert, in die Welt des Wissens einzutauchen.“ Scoyo helfe in dieser einzigartigen Kombination aus Lernen und Spiel, den Lernstoff zu vertiefen und sei somit eine ideale Ergänzung zum Schulunterricht.

Bertelsmann setzt bei der Finanzierung des Portals nicht auf Werbung – in diesem Umfeld wäre das auch nicht ratsam –, stattdessen nehmen die Gütersloher Abo-Gebühren für ihren Dienst. Die pendeln zwischen 9,99 Euro und 19,99 Euro, je nachdem, für welche Laufzeit man sich entscheidet. Ein Nachhilfelehrer kostet definitiv mehr, doch den kann Scoyo auch nur in den seltensten Fällen ersetzen. Kinder, die mit Scoyo arbeiten, müssen nämlich eine Grundvoraussetzung mitbringen: Spaß am Lernen. Fehlt der, wird Scoyo nicht viel ausrichten können.

Doch natürlich versucht das Portal alles, den jungen Usern diesen Spaß zu vermitteln: Da bewegen sich Comicfiguren über den Bildschirm, die auch noch was zu erzählen haben, Flash-animierte Spielewelten laden zum Entdecken – und ganz nebenbei wird gelernt. Wer die Site aufruft, sieht sofort, hier geht es nicht um pures Pauken. Hier geht´s vor allem erst mal um Spaß und Spiel.

2.300 Lernmodule für die Fächer Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Deutsch stehen zum Start der Seite bereit, zuerst für die Klassen 5 bis 7, das Angebot für die Klassen 3 und 4 startet gleichzeitig in die Testphase. Weitere Fächer und Altersstufen sollen folgen. Die Inhalte werden ausschließlich von Fachredakteuren, Pädagogen und Fachdidaktikern entwickelt. Sämtliche Lerninhalte orientieren sich dabei an den Lehrplänen des deutschen Schulsystems. Die Schüler können ihren Lernerfolg jederzeit überprüfen – und auch ihre Eltern können das. Mit einem separaten Zugang erhalten sie die Möglichkeit, die Lernfortschritte ihrer Kinder zu verfolgen.

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