Arrington: Der müde Mann und das Blog

Es sind keine guten Tage für Michael Arrington: Der 38-jährige Technologiejournalist ist offenkundig überarbeitet, müde und ausgebrannt. Seit fast vier Jahren bloggt er buchstäblich rund um die Uhr über die Neuerungen der Technologie-Szene – doch statt nachhaltigen Ruhmes oder eines lukrativen Übernahmeangebots erntete Arrington unlängst Morddrohungen und eine Spuckattacke. Der streitbare Blogger sieht rot: Er macht die Konkurrenz für die Anfeindungen verantwortlich und droht mit dem totalen Ausstieg.

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„Der Narben lacht, wer Wunden nie gefühlt“, heißt es bei Shakespeares „Romeo und Julia“ zum Thema Mitleid. Allein: Michael Arrington wird es nicht viel helfen. Vielmehr: Der Testosteron-Blogger, der so gerne austeilt, aber offenkundig weitaus schwerer einstecken kann, würde wohl auch keines wollen.

Stattdessen bläst Arrington nach den jüngsten eher unangenehmen Vorfällen wieder zur Abteilung Attacke. Nach Morddrohungen in den vergangenen Wochen brachte eine Spuckattacke auf der DLD in München das Fass zum Überlaufen. Arrington kündigt in einem ungewöhnlich langen Blogeintrag auf TechCrunch erst eine einmonatige Auszeit an.

Arrington: Müde und ausgebrannnt

Gestern legte er an anderer Stelle nach – nämlich im renommierten „Wall Street Journal“. „Es gibt verrückte Leute da draußen – so wie der Kerl, der mir gedroht hat, mich zu töten“, erklärte Arrington im Interview. „Ich wünschte einfach, dass Leute nicht suggerieren würden, dass ich ein gutes Ziel bin“, führte Arrington weiter aus.

Was der 38-Jährige damit meinte, wurde wenig später etwas klarer: „Wer immer ein Top-Blog macht, wird attackiert, so ist das nun mal. Aber die Community der Blogger sollte einmal darüber nachdenken,  über was wir uns aus Wettbewerbsgründen weiter fertig machen wollen“, erklärte Arrington in Richtung von den Konkurrenten Valleywag und AllThingsDigital.

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