Amazon liefert starke Quartalszahlen

Starke Performance in Krisenzeiten: Während Yahoo und eBay bei Vorlage der jüngsten Quartalszahlen Gewinnrückgänge eingestehen mussten, geht das Wachstum eines anderen Online-Pioniers weiter. Amazon, einst die Nummer drei unter Dot.coms der späten 90er-Jahre, wächst auch zehn Jahre nach dem Millenniumsboom weiter. Im abgelaufenen Weihnachtsquartal legten die Gewinne noch einmal knapp zweistellig zu. Das war mehr als sich die Wall Street erhofft hatte.

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Showtime für den notorisch gut gelaunten CEO des Online-Buchversenders Amazon. Und tatsächlich: Jeff Bezos hatte bei Vorlage der Ergebnisse für das abgelaufene Quartal die Lacher auf seiner Seite. Mit gutem Grund: Nach 207 Millionen Dollar Gewinn bei Umsätzen von 5,67 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal verdiente Amazon im abgelaufenen Dreimonatszeitraum nunmehr  225 Millionen Dollar oder 52 Cents je Aktie bei Erlösen von 6,7 Milliarden Dollar.

Das entsprach einer Steigerung von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei den Erlösen bzw. von 9 Prozent bei den Erträgen. Mehr noch: Die Wall Street-Schätzungen, die bei nur 39 Cent je Aktie bei erwarteten Umsätzen von 6,44 Milliarden Dollar gelegen hatten, wurden so leichthin übertroffen. Für das Gesamtjahr 2008 konnte Amazon gar einen operativen Gewinn von 645 Millionen Dollar ausweisen, was einem Wachstum von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.          

Achterbahnfahrt der Amazon-Aktie im nachbörslichen Handel

Das Ergebnis erscheint vor dem Hintergrund der im vierten Quartal in den USA festgestellten Rezession, die sich traditionell besonders deutlich im Einzelhandel niederschlägt, umso beeindruckender. Entsprechend enthusiastisch reagierten Anleger zunächst auf die Ergebnisse: Die Amazon-Aktie schoss nach Handelsschluss an der Wall Street schnell um fast 15 Prozent in Höhe.

Die Ernüchterung folgte jedoch kurz vor Ende des nachbörslichen Handels durch die Bekanntgabe eines durchwachsenen Ausblicks auf das laufende Quartal. Zwar dürfte der Umsatz, der in einer breiten Spanne zwischen 4,5 – 4,9 Milliarden Dollar taxiert wurde, die Wall Street-Erwartungen von 4,57 Milliarden Dollar übertreffen. Die Gewinnschätzungen jedoch fielen mit der breiten Spanne von 125 bis 210 Millionen Dollar bemerkenswert vage aus – und verfehlten trotzdem die Analystenschätzungen, die noch bei 261 Millionen Dollar gelegen hatten.

Anleger kassierten so gegen Ende des nachbörslichen Handels den Großteil der schnellen Gewinne wieder ein und schickten die Aktie „nur“ 3 Prozent auf 51,44 Dollar nach oben.

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