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Frank Syré wird Vize-Chef von BILD.de

Ab ersten März übernimmt Frank Syré die neu geschaffene Position des stellvertretenden Chefredakteurs von Bild.de. Am vergangenen Freitag erst war bekannt geworden, dass der Zoomer-Chefredakteur die Holtzbrinck-Tochter verlassen wird. Beim Springer-Portal berichtet der 41-Jährige direkt an Chefredakteur Manfred Hart. Erste Spekulationen machen die Runde, ob die Syré-Verpflichtung ein Indiz dafür ist, dass Bild.de mehr auf Userbeteiligung setzten will.

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In genau diesem Bereich versuchte Zoomer in vergangenen Monaten besonders zu punkten. Das Ziel der Plattform war die Etablierung einer neuen Nachrichten-Logik inklusive vieler Userbeteiligungen. Bei Nutzern fiel das Projekt bislang durch, in der Branche sorgte es jedoch für viel Beachtung.
Die Leser-Beteiligung ist bei Springers großem Boulevard-Portal unterentwickelt. Dazu hat Bild.de noch mit einigen weiteren Problemen zu kämpfen. So gelingt es den groß beworbenen Video-Reporter noch immer nicht, ein vitaler Bestandteil der Seite zu werden und auch der große regionale Online-Angriff blieb bislang aus. Stattdessen wurden die Aktivitäten in den Lokal-Ressorts von Bild.de zurückgefahren.

Probleme, die sich allerdings bei den Klick-Zahlen kaum auswirken. Im Dezember kam die Homepage laut IVW auf 795 Millionen Page Impressions und 69 Millionen Visits. Das macht im Zwölf-Monats-Vergleich ein Plus von 68 Prozent bei den Klicks und 46 Prozent bei den Visits.

Der neue Vize-Chef ist seit 1988 in der Medienbranche: Syré fing bei der „Rheinzeitung“ an, arbeitete als Chefredakteur bei DMEuro.com und Managing Editor bei T-Online. Seit 2007 kümmerte er sich um das Holtzbrinck-Projekt Zoomer.de. Im Dezember 2008 entschloss sich der Stuttgarter Verlag allerdings die Web-Redaktionen von Zeit-Online, Tagesspiegel.de und Zoomer.de unter der Führung von Zeit-Online-Chefredakteur Wolfgang Blau zusammen zu legen. Syré hätte nur noch als Redaktionsleiter weiter arbeiten dürfen. Nur logisch, dass der 41-Jährige aus der Entmachtung die Konsequenzen zog und nun bei Springers Klick-Flaggschiff anheuert.

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