Eva Herman: Schmerzensgeld von Springer

In zwei Prozessen gegen die Axel Springer AG sprach das Kölner Amtsgericht der ehemaligen Fernsehmoderatorin zweimal jeweils 10.000 Euro Schmerzensgeld zu. Zum einen werteten die Richter eine Formulierung im „Hamburger Abendblatt“ als unzulässige Falschaussage, zum andern wurde der „Bild“ untersagt, Herman als „dumme Kuh“ zu bezeichnen.

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Nach der legendären Johannes B. Kerner-Sendung, in der der Talk-Master die Ex-Moderatorin rauswarf, schrieb „Bild“-Kolumnist Franz-Josef Wagner: „Eva Herman ist ganz sicher keine Nazi-Hexe, die mit einem Besenstiel über Auschwitz reitet. Eva Herman ist, ich sagte es schon, eine dumme Kuh.“

Im Prozess gegen das „Hamburger Abendblatt“ ging es um einen Bericht vom 7. September 2007. Über die Pressekonferenz, auf der Herman ihr neues Buches vorstellte, schrieb die Zeitung in Bezug auf ihre Äußerungen zur Politik des Dritten Reiches: „Da sei vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut. Zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter.“ Das Amtsgericht ist der Meinung, dass diese Formulierung nicht den Tatsachen entsprach.

Die Urteile sind nicht noch nichts rechtskräftig, Springer kann Berufung einlegen.

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