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Chiphersteller Qimonda stellt Insolvenz-Antrag

Der seit Wochen ums Überleben kämpfende Speicherchip-Produzent Qimonda hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigte eine Sprecherin des Amtsgerichts München. Noch vor Weihnachten waren die Rettungsversuche intensiviert worden: Der Freistaat Sachsen, das Land Portugal und Mutterkonzern Infineon hatten Finanzhilfen von insgesamt 325 Millionen Euro zugesagt. Zudem war eine Bund-Länder-Bürgschaft über 280 Millionen Euro vorgesehen.

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Qimonda-Aktien verloren an der Frankfurter Börse deutlich und lagen am Morgen rund 40 Prozent im Minus. Auch die Titel des Qimonda-Aktionärs Infineon gaben nach.
Zuvor war bekannt geworden, dass die Infineon-Tochter zusätzlichen Finanzbedarf von rund 300 Millionen Euro hat.

Qimonda, mit weltweit 13.000 Beschäftigten und Standorten in Dresden, München und Porto, leidet seit langem unter dem dramatischen Preisverfall bei DRAM-Speicherchips sowie der harten Konkurrenz aus Fernost.

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