Arques verkauft ddp an Ex-Vorstände

Eigentümerwechsel bei der Nachrichtenagentur ddp. Der 1971 gegründete Deutsche Depeschendienst wurde mit drei weiteren Unternehmen von der im SDax notierten Beteiligungsgesellschaft Arques im Paket an die Private Equity-Gesellschaft BluO verkauft. BluO, das auf Firmenrestrukturierungen spezialisiert ist, zahlt für das gesamte Paket 30 Millionen Euro.

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Der Deal kommt mit einer pikanten Fußnote daher: BluO wird nämlich von Peter Löw und Martin Vorderwülbecke geführt, die früher nacheinander als Arques-Vorstände fungiert haben. In einem zweiten Schritt haben Löw und Vorderwülbecke die ddp aus der Unternehmenshülle von BluO herausgelöst – und als Privatpersonen übernommen.

Leisten kann sich der ehemalige Arques-Gründer Löw die Übernahme allemal. Nach dem Börsengang hatte Löw durch den Verkauf von Aques-Aktien mehr als 100 Millionen Euro erlöst. 

Löw und Vorderwülbecke übernehmen mit der ddp ein profitables Unternehmen. Die Nachrichtenagentur machte im vergangenen Jahr rund 12 Millionen Euro Umsatz und schrieb dabei schwarze Zahlen. Der Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen  lag bei 2,5 Millionen – das operative Ergebnis bei 120.000 Euro. Vorderwülbecke ist  mit dem Unternehmen bereits bestens vertraut: Während seiner Zeit bei Arques hatte er die ddp bereits einmal als Geschäftsführer geführt.

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