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„F.A.Z.“ legt zu, „Süddeutsche“ verliert

Die IVW-Auflagen der großen überregionalen Tageszeitungen, die der VDZ am Mittwoch vorab veröffentlicht hat, zeigen ein recht unterschiedliches Ergebnis. So verzeichnet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ihre höchste Auflage seit 2005, während die "Süddeutsche Zeitung" und "Die Welt / Welt Kompakt" verloren haben. Bei den Wirtschaftszeitungen gewann das "Handelsblatt" 1,3% gegenüber dem Vorjahr, die "Financial Times Deutschland" büßte 1,6% ein.

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373.393 Exemplare wurden von der „F.A.Z.“ im vierten Quartal im Durchschnitt verkauft. Ein Plus von 4.923 Stück (1,3%) im Vergleich zum vierten Quartal 2007 und die höchste in einem Quartal gemessene Auflage seit dem dritten Quartal 2005. Beim „Handelsblatt“ reichen 1.904 mehr verkaufte Zeitungen für ein Plus von ebenfalls 1,3%. Auch „die tageszeitung“ legte zu: um 565 verkaufte Zeitungen oder 1,0% auf 56.671.

Auch hier noch einmal zur Erinnerung: Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) veröffentlicht die verkauften Auflagen vorab – allerdings ohne Aufschlüsselungen in Kiosk-, Abo- und sonstige Verkäufe, sowie Bordexemplare. Besonders bei den Gewinnern muss daher bis zur Veröffentlichung der endgültigen und detaillierten Zahlen in der kommenden Woche abgewartet werden, wie sehr sie bei der harten Auflage (Abo und Einzelverkauf) tatsächlich zugelegt haben.

Der größte Verlierer bei den überregionalen Tageszeitungen ist wie bereits berichtet „Bild“. Dort gingen heftige 186.305 Käufer verloren – mehr also, als „Handelsblatt“, „FTD“ oder „taz“ überhaupt an Käufern besitzen. Mit dem Minus von 5,6% rutscht „Bild“ auf die geringste verkaufte Auflage seit Jahrzehnten. Eingebüßt haben auch die „Süddeutsche Zeitung“ (-0,5%), „Welt“ und „Welt kompakt“ (-2,0%), sowie die „Financial Times Deutschland“ (-1,6%).

Bei den Wochenzeitungen gibt es gute Nachrichten von der „Zeit“. Sie gewann 2,8% zu und freut sich mit 501.394 verkauften Exemplaren über die zweithöchste Quartalsauflage aller Zeiten.

Eine detaillierte Analyse der Zeitungs-Auflagen, inklusive Aufschlüsselung in harte und weiche Auflage finden Sie gemeinsam mit den Zahlen aller wichtigen Regionalzeitungen am kommenden Mittwoch bei MEEDIA. Für die Analyse der Publikumszeitschriften-Auflagen klicken Sie bitte hier.

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