BBC unter Spionageverdacht

Die iranische Regierung beschuldigt die BBC der Ausbildung zur Spionage. Hintergrund ist der für nächste Woche geplante Start von BBC Persian TV. Der Sender soll die Lücke zwischen dem stark reglementierten und kontrollierten Staatsfernsehen und dem amerikanischen Voice of America schließen, das vor allem für seichte Unterhaltung und Anti-Regime-Propaganda sorgt.

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Die Verantwortlichen in Teheran betrachten BBC Persian TV als „verdächtigen und illegalen Kanal, der entgegen der Interessen der islamischen Republik agiert“. Weiter heißt es, der britische Geheimdienst nutze den neuen Sender, um Iraner in der Spionage und psychologischen Kriegsführung auszubilden. 

Sina Motalebi, Leiter für interaktiven Content bei Persian TV, wundert sich nicht: „Teheran ist verzweifelt, weil sie nicht den freien Fluss der Informationen stoppen können. Es verwundert nicht. Die Regierung hat Zeitungen und Webseiten geschlossen und Journalisten und Blogger verhaftet. Sie wollen, dass der Iran eine geschlossene Gesellschaft bleibt.“

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