Aus für ‚Doc‘ Schneider beim Bauer-Verlag

Hammer-Nachricht aus dem Bauer-Verlag: Dr. Thomas "Doc" Schneider, 57, verlässt den Verlag mit sofortiger Wirkung. Hintergrund sind unterschiedliche Auffassungen über die journalistische Weiterentwicklung des Zeitschriften-Portfolios. Das teilte der Verlag am Mittwochnachmittag mit. Der einst hoch gehandelte ehemalige "Bunte"-Macher war vier Jahre beim Hamburger Verlag. Ebenfalls gehen muss Entwicklungs-Chefredakteur Michael Kneissler, 52, dessen Redaktion "Future" aufgelöst wird.

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Neben Kneissler müssen zehn Redakteure das Haus verlassen, die bei „Future“ an neuen Zeitschriften-Konzepten gebastelt haben. Diese Aufgaben sollen nun die Stammredaktionen übernehmen.
Insider war seit längerem nicht verborgen geblieben, dass die Chemie zwischen dem Ende 2004 als „Hoffnungsträger“ geholte journalistischen Geschäftsleiter und dem Bauer-Management nicht mehr wirklich stimmte. Schneider sollte die journalistische Kompetenz des Hauses vor allem im People-Bereich stärken. Offenbar konnte der Zeitschriften-Routinier zuletzt die hohen Erwartungen des Verlegers Heinz Bauer nicht mehr erfüllen. Unter seiner Ägide wurde „InTouch“ zwar zum Erfolg. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass der Verlag das Magazin unter demselben Namen und mit gleichem Konzept bereits in den USA zum Renner gemacht hatte.
Mit „Life & Style“ tat sich Schneider deutlich schwerer, das Heft wird von Nicola Bauer als Chefredakteurin geführt, die gleichzeitig als „InTouch“-Herausgeberin fungiert. Der Versuch Schneiders, neue Konzepte zu entwickeln, führte dagegen zu keinen nennenswerten Ergebnissen: Vor Kneissler hatte sich der vorherige Entwicklungs-Chefredakteur Ulrich Becker an mehreren Projekten versucht, die jedoch nicht gelauncht wurden. „Verleger Heinz Bauer dankt Dr. Schneider für sein Engagement“, teilte der Verlag in seiner Presseerklärung mit.

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