Prozess: Millionen-Strafe für sieben Downloads

Am Mittwoch beginnt der Prozess gegen den 24-jährigen Studenten Joel Tenenbaum. Dem US-Amerikaner wird vorgeworfen, 2004 sieben Songs über den Peer-to-Peer-Dienst Kazaa heruntergeladen und weitere 816 zum Tausch angeboten zu haben. Die Recording Industry Association of America (RIAA) fordert über eine Million US-Dollar Schadensersatz. Charles Nesson, Harvard-Rechtsprofessor, vertritt den Filesharer. Er will in dem Muster-Prozess der Copyright-Industrie "mit voller Härte" entgegentreten.

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Dem renommierten Juristen geht es nach eigener Aussage nicht allein darum, Joel Tenenbaum, sondern „das gesamte Rechtssystem“ zu verteidigen. Nach seiner Auffassung missbraucht der Verband der Musikindustrie (RIAA)‘>Reader Edition“ bezeichnet Nesson den Prozess als „David gegen Musikindustrie-Goliath“. Der Prozess könnte für künftige Rechtsprechung von immenser Bedeutung sein.

Der erste Prozesstermin im Dezember 2008 musste bereits verschoben werden. Die RIAA hatte Einspruch gegen die Verteidigung durch Nesson erhoben. Am 26. Dezember forderte Charles Nesson, den Prozess live im Internet zu übertragen. Eine Entscheidung steht noch aus.

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