Das Top und Flop-Ranking: Platz drei

Publishing Der Mann hat Mut. In der Hochzeit der Dotcom-Krise wagte Lars Hinrichs den Aufbau seines Business-Netzwerkes. Dann traute er sich als einer von wenigen deutschen Gründern, nach dem Zusammenbruch des neuen Marktes Xing trotzdem an die Börse zu bringen. Dritter Beweis seiner Entscheidungsfreunde: Völlig überraschend tritt der Hamburger als CEO ab. Bei so viel Initiative gehören Hinrichs und Xing zu den Gewinnern des Jahres. Ein echter Flop ist dagegen der große Xing-Konkurrent LinkedIn.

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Flop: Platz 3
Wann kommt LinkedIn?

Die Frage, wann LinkedIn endlich auch in Deutschland startet ist schon eine echter Running Gag. Letzte offizielle Antwort von Europachef Kevin Eyres: „Wir starten noch im Jahr 2008“. Da bleibt den US-Amerikanern lediglich ein Tag.

Selbst wenn das Business-Netzwerk bereits am 5. Januar oder erst am 5. August 2009 mit einer deutschen Version online geht, ist es wohl zu spät. Xing ist in Deutschland bereits zu stark.

Kritiker führen nun gerne die Fall StudiVZ an, wo sich Facebook mittlerweile recht ernsthaft anschickt, den Platzhirschen einige Mitglieder abzuwerben. Doch beide Fälle lassen sich nicht vergleichen. Denn StudiVZ macht noch immer den Fehler sich komplett von der Web-Außenwelt abzuschotten. Xing dagegen hat gerade mit den Kauf von Socialmedian mal wieder bewiesen, dass die Hamburger bereit und fähig sind internationale Chancen zu sehen und zu nutzen.
 
Top: Platz 3
Xing

Das Businessnetzwerk hat in diesem Jahr fast alles richtig gemacht. Stolz verkündete man im November: „Die Mitgliederzahlen bei Xing sind innerhalb der letzten zwölf Monate um 53,6 Prozent auf 6,53 Millionen gestiegen.“ Weiter heißt es: „Die stark gewachsenen Mitgliederzahlen haben auch zu Rekordumsätzen geführt. Im dritten Quartal konnte die XING AG ihren Umsatz auf 9,18 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 4,94 Mio. € um 86 Prozent kräftig steigern. Mit 25,09 Mio. € lag der Gesamtumsatz in den ersten neun Monaten bereits um mehr als 28% über dem Gesamtjahresumsatz in 2007.“
Dazu bewies Gründer und Noch-CEO Lars Hinrichs sein Näschen für gute Gelegenheit und seine Fähigkeit schnell zuzuschlagen. Mitte Dezember kauften die Hamburger das US-Angebot Socialmedian. Hinrichs glaubt: „Socialmedian wird das nächste Digg – nur besser. Nachrichten werden eine extrem relevante Größe für Xing. Wie werden dadurch wesentlich häufiger genutzt“.
Einziger Wehrmutstropfen ist der Wechsel von Gründer und CEO in den Aufsichtsrat. Für die meisten Beobachter ist die Entscheidung noch immer unverständlich, wie der Kapitän sein eigenes Schiff verlassen kann, obwohl offensichtlich unter Volldampf auf Erfolgskurs fährt.

>> Platz 4: Bürgerjournalismus, Qype
>> Platz 5: Ebay-Deutschland, Shopping-Communitys
>> Platz 6: Bild-Leserkamera

>> Platz 7: Video-Stars, Zoomer.de
>> Platz 8: Mister Wong, Schwarzekarte

>> Platz 9: Combots, Ikea

>> Platz 10: „FAZ“, FAZ-Blogs

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