USA: Internet überholt Zeitungen

Publishing In den USA hat das Internet erstmals die Tageszeitungen als Nachrichenquelle Nummer eins abgelöst. Nach einer Untersuchung des Washingtoner Pew Research Centre ist die Menge der Menschen, die ihre Informationen vorwiegend aus dem Netz abrufen, innerhalb eines Jahres von 24 Prozent auf 40 Prozent angestiegen. Nur noch 35 Prozent nutzen die Zeitung, um sich über das Tagesgeschehen zu informieren.

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Obwohl die Hauptquelle für Nachrichten für US-Amerikaner aber weiterhin das Fernsehen bleibt, hat Pew auch hier einen leichten Rückgang von 74 auf 70 Prozent festgestellt. Der Trend zum Internet ist vor allem bei jungen Menschen ausgeprägt: 59 Prozent der unter 29-Jährigen nutzt das Internet, um sich mit Nachrichten zu versorgen; vor einem Jahr waren es noch 34 Prozent. Fernsehen und Zeitungen liegen in dieser Gruppe weit abgeschlagen bei 28 Prozent.

Vor allem für die Zeitungsindustrie ist die Entwicklung existenzbedrohend. Die Branche musste als Folge der Leserverluste 2007 die größten Anzeigenverluste ihrer Geschichte hinnehmen und drastische Einschnitte vornehmen. Erst Anfang Dezember meldete der US-Zeitungskonzern Tribune Insolvenz an.

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