Das Top und Flop-Ranking: Platz neun

Publishing Die Web-Gewinner und -Verlierer des Medienjahres 2008. Die ersten sechs Monate standen noch ganz Zeichen des Web 2.0-Hypes. Die zweite Jahreshälfte dagegen gehörte dem Kampf der Krise. Das spiegelt sich auch in der Top- und Flop-Liste wider. Auf Platz neun der Flop-Ten findet sich eine der ungewöhnlichsten Firmenauflösungen des Jahres. Neunter in der Top-Liste ist wiederum eine der erstaunlichsten Werbekampagnen, die für viel Aufmerksamkeit in der Online- und Offline-Welt sorgte.

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Flop: Platz 9
Der Combots-Flop der Greve-Bründer

Die Firma der Web.de-Gründer Michael und Matthias Greve trat an, mit seinem Multi-Messenger der Konkurrenz von MSN und ICQ Paroli zu bieten. Doch nach zwölf Monaten hatte man kaum Kunden und keinen Cent Umsatz. Nicht so schlimm, denn die Combots AG verfügt trotz des Desasters über eine Kapitaldecke von 200 Mio. Euro. Also beschlossen die Aktionäre einfach eine Neuausrichtung und gönnten sie zusätzlich eine Dividende von 1,20 Euro pro Aktie.
Die beeindruckenden Eigenkapital-Reserven verdankt das junge Unternehmen seinen Gründern und größten Anteilseignern Michael und Matthias Greve. Die Brüder verkauften 2005 ihre erstes Internet-Start-up Web.de 2005 für rund 330 Millionen Euro an United Internet. Die Bareinnahmen aus diesem Deal flossen in die Neugründung Combots. 
Nach der Pleite mit dem Multi-Messenger folgt die Neuausrichtung. Auf der Jahreshauptversammlung beschlossen die Anteilseigener gleich ein Bündel von wichtigen strategischen Entscheidungen. So nennt sich die Firma von Combots in Kizoo um. Das Geschäftsmodell wechselt von der Entwicklung neuer Multimedia-Messeging-Dienste zu einer Venture Capital-Firma, die künftig in Beteiligungen an jungen Technologie-Start-ups investieren soll. Bis Ende 2009 will Kizoo dafür rund fünf Millionen ausgeben.

Top: Platz 9
Nils allein zu Haus: Das gelungene Web-Experiment von Ikea

Im August saß ein Mann in einem Zimmer, bis auf einen Sessel zwei hässliche Stühle und einen Tisch gab es keine Möbel. Telekommunikationsgeräte standen herum: Telefon, Laptop, Faxgerät. Doch es ging um das, was man nicht sieht. Ganz klar, es fehlten die Möbel. Fehlende Möbel? Im September erschien der neue Katalog von Ikea. Beim Warten darauf schauten wir zu.

Werbung als Big-Brother-Event. Mit diesem Konzept gelang dem schwedischen Möbelhaus ein echter Web-Scoop. In unzähligen Blogs und Teeküchen wurde über die Aktion diskutiert. Dazu kam es sogar zu Plagiats-Vorwürfen – das größte Lob, das einer Werbung zuteil werden kann.
>> Platz 10

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