„St. Pauli Nachrichten“ technisch ausverkauft

Publishing Das scheint ja eine dolle Nummer zu sein: Vor fünf Wochen kam das neue Lifestyle-Magazin "St. Pauli Nachrichten" in den Handel. Schon jetzt ist nach Verlagsangaben die Startauflage von 100.000 Exemplaren vergriffen, obwohl die Zeitschrift bis Ende Februar verkauft werden sollte. Verleger Jens de Buhr hat deshalb 30.000 Hefte nachdrucken lassen. "Mit einem solchen Erfolg hätten wir nicht gerechnet", so der Hamburger. Ob sich das Blatt langfristig rechnet, hängt nun von der Resonanz im Anzeigenbereich ab.

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Das scheint ja eine dolle Nummer zu sein: Vor fünf Wochen kam das neue Lifestyle-Magazin „St. Pauli Nachrichten“ in den Handel. Schon jetzt ist nach Verlagsangaben die Startauflage von 100.000 Exemplaren vergriffen, obwohl die Zeitschrift bis Ende Februar verkauft werden sollte. Verleger Jens de Buhr hat deshalb 30.000 Hefte nachdrucken lassen. „Mit diesem Erfolg hätten wir nicht gerechnet“, so der Hamburger. Ob sich das Blatt langfristig rechnet, hängt nun von der Resonanz im Anzeigenbereich ab.
Ein Magazin für Fans und Bewohner des pulsierenden Hamburger Szene-Stadtteils: Mit dieser Zeitschriften-Idee wagte sich Medienunternehmer Jens de Buhr, der sein Geld überwiegend mit Kundenzeitschriften macht, im Krisenjahr 2008 auf den dicht besetzten Markt – und traf offenbar eine Lücke. Als genialer PR-Schachzug erwies sich ein Interview mit Schauspieler Jan Fedder („Großstadtrevier“), der offenbarte, in frühen Jahren beinahe Zuhälter geworden zu sein. Dieser und weitere Heftinhalte wurden in Talkshows (u.a. Kerner) vor Millionen Zuschauern ausgebreitet und diskutiert, was die Nachfrage nach de Buhrs Magazin noch anfachte.
Auch der skandalumwitterte Titel dürfte zur Nachfrage beigetragen haben. Eigentlich gehört dieser zu einem niveaulosen Busenblatt, das – auch dies ein Novum – weiterhin unter dem gleichen Namen erscheint. Dies erwies sich als Handicap im Anzeigenverkauf für das neue des Lifestyle-Magazin. „Wenn die Media-Planer in den Agenturen unseren Titel gegoogelt haben, sind die fast vom Stuhl gefallen“, so Jens de Buhr. Mit der zweiten Ausgabe soll die Verwechselungsgefahr gebannt sein, denn zur Akquise kann dann auch der erfolgreiche Erstling verwendet werden. Wie hoch das Potenzial bei großen Markenartiklern sein wird, ist auch für de Buhr „eine spannende Frage“. Im März wird die zweite Ausgabe der „St. Pauli Nachrichten“ erscheinen, die redaktionelle Planung läuft bereits. Heftpreis (3,50 €) und Konzept der Mischung aus Reportage-, Promi- und Service-Elementen will de Buhr beibehalten.

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