Entlassungen zum 15. Januar bei Microsoft?

Publishing Gerüchten zufolge könnte der Software-Riese Microsoft derzeit eine umfangreiche Entlassungsrunde vorbereiten, möglicherweise schon zum 15. Januar 2009. Dies berichtet das Blog Mini-Microsoft mit Hinweis auf Informationen aus zweiter Hand. Demnach mussten Microsoft-Mitarbeiter auf Manager-Meetings undurchsichtige Fragen zu ihrer Arbeit beantworten. Angestellte sollen unter Androhung von Kündigung dazu aufgefordert worden sein, sich intern um neue Positionen zu kümmern.

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Darüber hinaus sollen Teams wegen fehlender Budgets umstrukturiert worden sein. Wie das Blog, das von einem anonymen Microsoft-Intimus geführt wird, mehrfach unterstreicht, handelt es sich bei diesen Stimmen aus dem Angestellten-Umfeld von Microsoft lediglich um Gerüchte. Mini-Microsoft ruft seine Leser dazu auf, weitere Meldungen zu posten – und dabei auf Schadenfreude zu verzichten.

Der „Silicon Alley Insider“ hält die Entlassungsgerüchte unterdessen für „gar nicht so verrückt“. Wenn das Datum 15. Januar zutreffe, kämen die Entlassungen exakt eine Woche vor der Bekanntgabe von Microsofts nächsten Quartalszahlen, die am 22. Januar veröffentlicht werden.

Personalabbau als Konsequenz auf Quartalsverfehlung?

Personelle Einsparungen, so folgert das vom ehemaligen Internetaktien-Analysten Henry Blodget gegründete Technologie-Portal, könnten nämlich eine gute Antwort auf andere Gerüchte sein, die derzeit um Microsoft kursieren – nämlich, dass das Redmonder Unternehmen zum ersten Mal seit 2000 seine Umsatz- und Gewinnziele in einem Quartal nicht erreichen wird.

So sagte die renommierte UBS-Analystin Heather Bellini bereits vor zwei Wochen einen Einbruch in allen fünf Unternehmensbereichen voraus. Statt der eigenen Prognose eines Quartalsgewinns von 51 Cent je Aktie bei Umsätzen von 17,3 Milliarden Dollar rechnet die Vokswirtin des Schweizer Traditionsbankhauses nun nur noch mit einem Quartalsgewinn von 48 Cent je Anteilsschein bei Umsätzen von 16,7 Milliarden Dollar.

Noch vor einer Woche hatte sich der Sprecher von Microsoft Deutschland, Thomas Mickeleit, gegenüber MEEDIA noch optimistisch geäußert, im laufenden Geschäftsjahr weiterhin zweistelliges Wachstum vorweisen zu können: „Für unser laufendes Finanzjahr bis Ende Juni 2009 ist das jedenfalls die gültige Prognose“, so Mickeleit.

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