Karsten Speck verliert gegen „Bild“

Der TV-Moderator Karsten Speck verliert vor dem Bundesgerichtshof gegen die "Bild"-Zeitung. Die hatte 2005 über den Hafturlaub des verurteilten Betrügers berichtet und dazu Fotos gebracht, gegen deren weitere Veröffentlichung Speck klagte. Der BGH verwarf nun die Klage, „eine Bildberichterstattung über den Strafvollzug bei einem bekannten Filmschauspieler kann auch ohne dessen Einwilligung durch ein Bedürfnis nach demokratischer Kontrolle der Strafvollzugsbehörden gestattet sein."

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Die Medien feiern die Entscheidung des BGH als „Sieg für die Pressefreiheit“. Der „öffentliche Wachhund“ Presse, wie der BGH in seinem Urteil schreibt, hat das Recht über einen Vorgang von gesellschaftlichem Interesse zu berichten, die Persönlichkeitsrechte stehen in diesem Fall zurück. Der Fall des aus der Haft beurlaubten Moderators sei „wegen des faktischen Ausnahmecharakters“ sogar geeignet, „ein besonderes Interesse“ zu wecken.

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