Die populärsten Sites im November

Google hat seinen AdPlanner mit den neuesten Nutzerzahlen aller weltweit relevanten Websites bestückt. Eine Erkenntnis: Das anstehende Weihnachtsfest beflügelt zahlreiche Online-Versandhäuser. So gehören amazon.de, myToys.de, saturn.de und quelle.de zu den Aufsteigern des Monats. An der Spitze des deutschen Rankings bleibt unterdessen mit 18 Mio. Unique Visitors ebay.de, bei den Nachrichten-Websites behält spiegel.de die Führungsposition vor bild.de.

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Bevor wir ans Eingemachte gehen, zur Erinnerung nochmal ein paar Informationen zu den Google-AdPlanner-Zahlen. Google weist für jede Website, die zumindest über 1.000 Nutzer verfügt, die Zahl der Unique Visitors pro Monat aus. Dabei wird im Unterschied zu Kennziffern wie denen von IVW oder AGOF für jede Einzeldomain ein eigener Unique-Visitors-Wert errechnet. t-online.de, t-home.de, t-mobile.de, etc. werden beispielsweise nicht zusammen ausgewiesen. Das hat den Vorteil, dass sich wirklich für jede einzelne Website die Nutzerschaft analysieren lässt. Ein weiterer Unterschied zur IVW: Die Zahlen aus dem Google-AdPlanner sind keine Messergebnisse, sondern hochgerechnete Zahlen. Die MEEDIA-Analysen der vergangenen Monate haben jedoch ergeben, dass sich die AdPlanner-Zahlen nicht hinter den Zahlen der anerkannten Konkurrenz verstecken müssen. Der große Vorteil der Zahlen: Es gibt sie für alle Websites – außer denen von Google selbst – also nicht nur für Angebote, die Mitglied bei IVW, AGOF, etc. sind.

Beginnen wir bei unserem Blick auf die neuen Zahlen, die den Wertungszeitraum Mitte Oktober bis Mitte November umfassen, an der Spitze des deutschen Rankings. Dort finden sich unverändert ebay.de und wikipedia.org. Die Auktionsplattform verzeichnet laut Google weiterhin 18 Mio. Unique Visitors pro Monat, das Lexikon kommt auf 16 Mio. Auf Platz 3 vorgerückt ist mozilla.com – automatisch heruntergeladene Updates für den Firefox-Browser haben die Nutzer der Software auf die Website geführt und damit die Zahlen in die Höhe getrieben. Von 13 Mio. auf 12 Mio. ging es für web.de herab, von 10 Mio. auf 11 Mio. zugelegt hat amazon.de. Insgesamt sind die Aufsteiger im ersten Teil unseres Top-50-Rankings klar in der Mehrheit. Neben web.de verlor einzig wer-kennt-wen.de:

Von Platz 18 auf 26 gerutscht ist bahn.de. Dort gingen weitere 500.000 Unique Visitors verloren, offenbar verreisen im dunklen Herbst also weniger Leute mit der Bahn als im Sommer. Im Juli lag die Zahl der bahn.de-Nutzer nämlich laut AdPlanner noch bei 5,60 Mio. Deutlich nach oben gesprungen sind hingegen wer-weiss-was.de (von Platz 41 auf 34) und partypoker.com (von 72 auf 50). Dort hat man sich wieder von dem kleinen Zwischentief im Oktober erholt. Im Gleichschritt setzen auch meinvz.net und facebook.com ihren Marsch nach oben fort. Beide Websites legten um 200.000 Unique Visitors zu, facebook.com springt damit erstmals in die Top 50 der beliebtesten Websites der Deutschen:

mozilla.com führt mit dem Plus von 4 Mio. Unique Visitors natürlich auch die Liste der Aufsteiger an. Direkt dahinter folgt amazon.de vor dem Umfragedienst surveymonkey.com, der offenbar sprunghaft von zahlreichen deutschen Websites und Blogs genutzt wurde: Ein Plus von 990,9% auf nun 840.000 Unique Visitors ist die Folge. Prozentual gesehen ebenfalls radikal zugelegt haben zudem der Onlinespiele-Anbieter bigpoint.com (+203,7% auf nun 820.000 Unique Visitors), der Versicherungsvergleich check24.de, dessen Werbekampagne die Website um 571,1% auf 510.000 Unique Visitors hat wachsen lassen, und die Reise-Community triphunter.de mit einem Plus von 207,7% auf nun 240.000 Unique Visitors.

Die Vermutung, dass zahlreiche Deutsche schon die Wochen von Mitte Oktober bis Mitte November für den Online-Weihnachtsgeschenkekauf genutzt haben, wird durch viele Online-Shops unter den 50 größten Aufsteigern, verstärkt. Neben amazon.de haben vor allem weltbild.de, mytoys.de, saturn.de, medion.com, quelle.de, otto.de und karstadt.de gewonnen – allesamt um 200.000 bis 300.000 Unique Visitors im Vergleich zum Vormonat. Zu den größten Gewinnern zählt zudem weihnachtsmarkt-deutschland.de. Aus 57.000 Unique Visitors wurden nun 220.000 – ein Zuwachs von satten 286,0%.

Zwei der größten Verlierer haben wir bereits genannt: web.de und bahn.de. Ebenfalls deutlich Nutzer verloren haben o2online.de, comdirect.de, mobile.de, neu.de und jamba.de:

An der Nachrichten-Front hat sich auf den beiden ersten Plätzen nichts getan: spiegel.de führt vor bild.de. Dahinter gibt es aber einige interessante Entwicklungen, die wir Ihnen in einer gesonderten Analyse am Freitag präsentieren. Dann erfahren sie auch, mit welchem Erfolg news.de an den Start gegangen ist.

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