StudiVZ verliert 349 Millionen Klicks

Jeden Monat veröffentlicht die IVW ihre neuesten Klick-Analysen. Für die meisten großen deutschen Web-Angebot ein wichtiger Termin. Die Daten über Page Impressions und Unique Visitor haben einen großen Einfluss bei den Verhandlungen mit potentiellen Werbekunden und auf die Außenwahrnehmung der Portale. Während die Chefs an solchen Morgen, konzentriert alle verfügbaren Zahlen mit der Konkurrenz vergleichen, […]

Anzeige

Jeden Monat veröffentlicht die IVW ihre neuesten Klick-Analysen. Für die meisten großen deutschen Web-Angebot ein wichtiger Termin. Die Daten über Page Impressions und Unique Visitor haben einen großen Einfluss bei den Verhandlungen mit potentiellen Werbekunden und auf die Außenwahrnehmung der Portale. Während die Chefs an solchen Morgen, konzentriert alle verfügbaren Zahlen mit der Konkurrenz vergleichen, ist die Presseabteilung damit beschäftigt eine Pressemitteilung vorzubereiten, die das Positive der aktuellen IVW-Zahlen hervorhebt.

Heute nun um 10.38 Uhr landet in meinem Postfach nun die E-Mail mit der Betreffzeile: „Erfolgreiche Einführung des Instant Messengers in den VZ-Netzwerken sorgt für geplanten Rückgang der Page Impressions“.

Ein Paradebeispiel für den Versuch einer Nachricht einen neuen Dreh (Spin) zu geben. Eigentlich heißt nämlich eine der Top-Storys des Tages: StudiVZ verliert 349 Millionen Klicks – Konkurrent Wer-kennt-wen zieht vorbei.

Dazu liefert die Pressemitteilung gleich noch ein gutes Beispiel für eine geschickte Vorwärtsverteidigung: „Die VZ-Gruppe untermauert als Marktführer mit dieser Strategie den Bedeutungsverlust der Kontaktgröße Page Impressions – insbesondere für Social Communities. Gleichzeitig unterstützt die VZ-Gruppe das im September angekündigte Vorhaben der AGOF, die Messgröße Page Impression grundsätzlich zu überarbeiten.“

Dieses Zitat bedeutete soviel wie: Wir haben Klicks verloren, aber die sind sowie eine altmodische Messmethode. Wir helfen der IVW natürlich  gerne bei der Entwicklung neuer Meßmethoden.

Das ist ein gewagter PR-Stunt. Doch die Berliner haben auch Recht. Die Zeit der Klicks als ultimative Währung zur Erfolgsmessung von Online-Angeboten ist längst überholt. Nicht umsonst blickt jetzt die ganze Branche gespannt auf die Ergebnisse des Arbeitskreises Social Media.

Unter dem Dach des BVDW versuchen Expeten von StudiVZ, MySpace, Sevenload oder Ethority die bestehenden Werbestandard und die Meßmethoden zu überarbeiten.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige