G+J dementiert Meldung über Jahresgewinn

Gruner + Jahr hat einen Bericht von Spiegel Online zurückgewiesen. Die dort genannten Zahlen zur Geschäftsentwicklung des Medienhauses seien "klipp und klar" falsch, so G+J-Sprecher Andreas Knaut: "Klares Dementi." Spiegel Online hatte unter Berufung auf Insider-Angaben gemeldet, dass Gruner + Jahr 2008 allein im Deutschland-Geschäft einen Gewinn von 105 Millionen Euro mache. Im Vergleich zum Vorjahr bedeute dies ein Minus von 13 Millionen Euro.

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ür 2009 gehe der Vorstand allerdings davon aus, dass durch die eingeleiteten Sparmaßnahmen der Gewinn gegenüber dem laufenden Jahr um 5 Millionen Euro gesteigert werden könne. Unterdessen sorgen die Methoden der Kostensenkung laut Spiegel Online für Verärgerung unter der G+J-Belegschaft, vor allem durch die „harsche Wortwahl“ eines vertraulichen Papiers mit dem Titel „Dezentrale Personalmaßnahmen im Zusammenhang mit Erlöseinbrüchen Ende 2008“. Eine Beispielrechnung des Managements veranschlage die Bruttokosten für die Vertragsauflösung eines Redakteurs nach 17 Jahren Betriebszugehörigkeit auf mehr als 219.000 Euro.

Ebenfalls enhalte das Papier einen Ablaufplan, wie mit Mitarbeitern „mit unzureichendem Leistungsniveau“ umzugehen sei: Demnach sollte bei Nicht-Annahme des Aufhebungsangebot eine „konsequente Sanktion“ von Verstößen in Form von Abmahnungen oder Kündigungen folgen. In der Belegschaft habe sich für diese Mitarbeiter die Bezeichnung „Low-Performer“ oder „Minderleister“ eingebürgert. Wie MEEDIA berichtete, haben inzwischen 110 Mitarbeiter die Abfindungen akzeptiert.
G+J-Sprecher Andreas Knaut stellte gegenüber MEEDIA klar, dass sich das Dementi des Verlags „auf das gesamte Zahlenwerk bezieht“.

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