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Apple: Der letzte Fels in der Brandung

Die Einschläge kommen immer näher: Yahoo und Ebay befinden sich unter Druck und müssen Kündigungen aussprechen. Blackberry-Hersteller RIM gab vorgestern eine happige Umsatzwarnung bekannt, Adobe folgte gestern. Selbst das Fabelunternehmen Google bereitete in einem seltenen Schritt Anleger und Mitarbeiter auf Sparmaßnahmen vor. Und Apple? Wall-Street-Veteran James Cramer sieht den iPhone-Hersteller als letztes Bollwerk der Technologiebranche.

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James Cramer ist um klare Worte nie verlegen. Der omnipräsente Wall Street-Kenner, der in den rund 25 Jahren in der Branche bei Goldman Sachs und vor allem als Hedgefondsmanager auf eigene Rechung so ziemlich alles gesehen hat, was man im Financial District sehen und erleben kann, hat gestern einen Ritterschlag verteilt.

Der als CNBC-Moderator heute wahrscheinlich populärste Kopf der Finanzbranche legt sich fest: „Apple Is the Last Tech Play Standing“, erklärte Cramer gestern kurz vor Handelsschluss, als die Apple-Aktie stärker als der Markttrend wieder anzog.

Einer wie keiner: Apple lässt die Konkurrenz stehen

Nicht, dass man es falsch versteht: Bei 95 Dollar hat Apple im laufenden Jahr mehr als die Hälfte seines Wertes – und damit mehr als die Technologiebörse Nasdaq verloren. Aber seit einigen Wochen fällt die Aktie auch in den schärfsten Ausverkaufswellen kaum mehr und scheint so etwas wie einen Boden gefunden zu haben.

Cramer erklärt, warum: „Apple ist nicht Google, das anzeigenabhängig ist. Es ist nicht Microsoft, das Computer braucht, die nicht von Apple hergestellt werden – und daher nicht von Teenagern gemocht werden. Es ist nicht Motorola oder Nokia, die – wie wir wissen – Marktanteile verlieren. Und es signalisiert, dass es nicht, wie RIM ist.“
„Das einzige Technologie-Unternehmen, das Momentum besitzt“
Damit befindet sich Apple in einer Liga mit sich selbst. „Während sich Technologieaktien im freien Fall befinden, glaube ich, dass das einzige Unternehmen, das noch Momentum besitzt, Apple ist“,  schreibt Cramer auf dem Finanzinformationsdienst TheStreet.com, den er vor mehr als einem Jahrzehnt mitgegründet hat. „Es lässt sich einfach nicht mehr von den unzähligen Nackenschlägen nach unten ziehen, die auf die Technologiebranche einprasseln.“

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Während die Wall Street unkte, das Kultunternehmen aus Cupertino würde sich mit der Einführung des iPhones bei den Abverkäufen der iPods selbst kannibalisieren, sieht Staranalyst Shaw Wu von Kaufman Bros dafür keinen Anlass zur Sorge. Im Gegenteil: So wären die neusten Modelle bei Amazon, BestBuy, Target oder Wal-Mart kaum mehr zu bekommen.

Auch die Mac-Abverkäufe am „Black Friday“ hätten sich trotz ausbleibender Schnäppchenpreise besser entwickelt als vorausgesagt, hatte Piper Jaffray-Analyst Gene Munster zu Wochenbeginn erklärt.

„Apples Cashflow: Aktie jetzt kaufen, das Unternehmen in sieben Jahren umsonst bekommen“

Für den renommierten Internetaktienanalysten Henry Blodget, der heute das Technologieinformationsportal Silicon Alley betreibt, ist die gegenwärtige Bewertung Apples dann auch viel zu günstig. Bei gegenwärtig 95 Dollar bringt es Apple auf ein KGV von 17. Nach Abzug des Cash-Anteils von inzwischen mehr als 23 Milliarden Dollar verringert sich die Multiple jedoch auf nur historisch niedrige 12!

Als sich die Aktie letzte Woche der Marke von 80 Dollar näherte, rief Blodget klare Kaufkurse aus: „Die Aktie ist wirklich billig. Wer sie heute kauft, bekommt das Unternehmen – gemessen am jährlichen Cashflow –  in sieben Jahren umsonst“.

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