Junge Deutsche verfolgen „Breaking News“ online

Welche Medien fungieren in Deutschland als wichtigste Informationsquellen, wenn es um die Erstinformation bei "Breaking News" geht? Die 14- bis 29-Jährigen informieren sich über wichtige Ereignisse zuerst im Internet, die 30- bis 49-Jährigen im Radio und die über 49-Jährigen im Fernsehen. Das ist das Resultat einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts "Mindline Media".

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Die Berliner Medienforscher haben dazu im November 2008 im Rahmen der regelmäßigen bevölkerungsrepräsentativen Befragung „Mindline Media Report“ 1 000 deutschsprachige Personen ab 14 Jahre telefonisch befragt. Bei Breaking-News-Events greift die Bevölkerung demnach auf die klassischen audiovisuellen Medien Fernsehen und Radio zurück: Jeder Dritte (35 Prozent) informiert sich bei wichtigen Ereignissen in der Welt zuerst im Fernsehen, jeder Vierte (26 Prozent) nutzt das Radio als erste Informationsquelle. Etwa jeder Sechste informiert sich in der Regel zuerst in der Tageszeitung (16 Prozent) oder im Internet (15 Prozent).

Die Führungsrolle von Fernsehen und Radio gilt allerdings nur für die Bevölkerung ab 30 Jahren – bei den 30- bis 49-Jährigen liegt das Radio sogar knapp vor dem Fernsehen, bei den über 49-Jährigen ist das Fernsehen klar das wichtigste Informationsmedium. Bei den unter 30-Jährigen zeigt sich ein anderes Bild: Die Jüngeren bevorzugen deutlich das Internet als erste Informationsquelle bei Breaking-News-Events (38 Prozent), erst mit Abstand folgt das Fernsehen (27 Prozent), auf Platz 3 rangiert die Tageszeitung (14 Prozent).

Augenfällig ist, dass das Radio bei den Jüngeren als Erst-Informationsmedium kaum eine Rolle spielt und in dieser Altersgruppe hinter der Tageszeitung gleichauf mit der persönlichen Kommunikation durch Freunde, Bekannte und Kollegen liegt.

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