Springer-Akademie feiert Nonsens-Preis

Für Journalisten-Schüler: Auch so können News entstehen und groß in der Presse gefeiert werden. Das Bildblog erzählt die unfreiwillig komische Geschichte, wie ein junger Mann in einem Fachforum fragte, welche die beste deutsche Journalistenschule sei. Zusätzlich startete er eine private Umfrage, bei der Springer vorne landete. Die Folge: Die Schule veröffentlichte eine Pressemitteilung und die „Bild“ macht deren Leiter Jan-Eric Peters zum Gewinner des Tages.

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„Kent Brockman&quot“ (ein Pseudonym) will Journalist werden. Dazu fragt der junge Mann im Fach-Forum Journalismus.com, welche Journalistenschule die beste sei. Das Branchenportal bietet allen Mitgliedern die zusätzliche Möglichkeit, neue Diskussionen mit einer privaten Umfrage zu verknüpfen. Das machte Kent Brockman. Gewinner seiner privaten Erhebung, die weit entfernt davon ist, wissenschaftlichen Standarts zu genügen: Die Axel Springer Akademie.

Von der Umfrage bekam auch die Sieger-Schule und ihr Leiter Jan-Eric Peters Wind und freute sich so sehr, dass man schnell eine Pressemitteilung veröffentlichte. Überschrift: „Beste deutsche Journalistenschule: Auszeichnung für die Axel Springer Akademie“.
 
Diese Vorlage ließ sich die „Bild“ wiederum nicht nehmen und machte Schulleiter Jan-Eric Peters sofort zum „Gewinner des Tages“. Den Ausriss der Bild-Geschichte lässt sich im Akademie-Blog nachlesen.

Eine besondere Note bekommt die Petitesse nun dadurch, dass sich im Verdi-Medienmagazin „M Menschen – Machen – Medien“ nun der kleine Text findet: „Die Axel Springer Akademie (Berlin) wurde bei einer Umfrage des Internet-Portals journalismus.com zur besten deutschen Journalistenschule gewählt, gefolgt von der Deutschen Journalistenschule (München) sowie der Henri-Nannen-Schule (Hamburg) und der Zeitenspiegel-Reportageschule (Reutlingen).“

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