Diekmann wehrt sich gegen Presserat-Rüge

"Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann kritisiert die Rüge des Deutschen Presserats. Dieser warf der "Bild" vor, mit der Berichterstattung zum Absturz eines Flugzeuges im Himalaya, bei dem auch zwölf deutsche Touristen starben, die Gefühle der trauernden Betroffenen verletzt zu haben. Auf einem der abgedruckten Fotos waren verkohlte Leichen zu sehen. Diekmann wirft dem Presserat vor, "mit zweierlei Maß" zu messen.

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Im Vergleich zu ähnlichen Fällen anderer Medien „hätte diese Veröffentlichung für ethisch unbedenklich gehalten werden müssen“, erklärt der „Bild“-Chefredakteur. Rückendeckung bekommt Diekmann von DeutschlandRadio-Intendant Ernst Elitz. Dieser hatte die Fotos zuvor in der öffentlichen Blattkritik als „akzeptable Lösung“ bezeichnet. Jetzt kommentiert Elitz die Rüge so: „Man darf die Welt nicht schöner zeichnen als sie ist. Unglücke, Kriege und Katastrophen bei denen Menschen ums Leben kommen, lassen sich nicht verdrängen.“

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