Ringier und „Weltwoche“ bauen Stellen ab

Das rückläufige Werbegeschäft fordert weitere Opfer unter der Schweizer Presse: Der Medienkonzern Ringier hat angekündigt, landesweit 22 Stellen abzubauen. Betroffen ist insbesondere "Blick", die größte kommerzielle Tageszeitung der Schweiz. Unterdessen hat auch die "Weltwoche" Kürzungen angekündigt. Die Einschnitte folgen Kürzungen bei mehreren führenden Medienunternehmen in der Schweiz.

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Der Stellenabbau bei Ringier wird durch 16 Kündigungen und sechs Frühpensionierungen erfolgen und betrifft auch redaktionelle Mitarbeiter des Unternehmens. In einem Communique teilte Ringier mit: „Anhaltend sinkende Werbeeinnahmen aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise veranlassen Ringier zu verschiedenen Schritten. So wurden im Rahmen eines Effizienzsteigerungsprogrammes alle Ausgaben überprüft. Verschiedene Leistungen sollen nun gestrichen werden, auch ein Stellenabbau ist unvermeidlich.“

Die Zahl der Stellen, die bei der „Weltwoche“ abgebaut werden, ist noch nicht bekannt. Verleger Roger Köppel teilte lediglich mit: „Kostensenkungen und Restrukturierungen sind für alle Firmen, die angesichts der Krise nicht auf Staatshilfe hoffen können, ein Gebot der Sorgfalt und der Verantwortung.“

Bereits zuvor hatten die Edipresse, die PubliGroupe, die NZZ AG der AZ Medien AG und die Gassmann AG ihr Personal reduziert.

Gewerkschaften reagierten auf die Ankündigungen von Ringier empört: Die Entlassungen würden ohne ersichtliche wirtschaftliche Not ausgesprochen, Ringier verzeichne auch in diesem Jahr einen guten Geschäftsgang.

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