Frankreich: Streiks gegen Medienreform

In Frankreich streiken die Mitarbeiter der öffentlichen Rundfunkanstalten gegen die von Präsident Sarkozy geplante Medienreform. Einige Sender änderten ihr Programm. Beim Fernsehsender France 2 fielen die Mittagsnachrichten aus. Der Gesetzentwurf, über den das Parlament seit Dienstag berät, sieht die schrittweise Abschaffung von Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vor. Außerdem will Sarkozy künftig den Chef des öffentlich-rechtlichen Rundfunks selbst ernennen.

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Kritiker sehen darin eine „Verstaatlichung“ des Fernsehens und damit eine Einschränkung der Pressefreiheit. Des Weiteren werden durch den Wegfall der Werbeeinahmen 450 Millionen Euro in der Kasse der öffentlichen Rundfunks fehlen. Auch wenn Sarkozy versprach, die fehlenden Einahmen durch verschiedene Steuern und Abgaben zu kompensieren, fürchten die Mitarbeiter den Verlust von rund tausend Arbeitsplätzen.

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