Holtzbrinck spart bei den Wirtschaftstiteln

Auch Holtzbrinck spart bei den Wirtschafts-Blättern: Am Montagmittag informierte die Geschäftsführung die Redakteure und Mitarbeiter der Verlagsgruppe Handelsblatt über bevorstehende Maßnahmen zur Kostensenkung. Konkrete Angaben gab es nicht, mehrere Szenarien würden derzeit geprüft. Allerdings soll ein etwaiger Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen vollzogen werden. Ein hochrangiger Insider zu MEEDIA: "Eine gemeinsame Redaktion wird es definitiv nicht geben."

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Seit Mitte vergangener Woche machten Gerüchte die Runde, wonach es bei der Düsseldorfer Wirtschaftsschiene von Holtzbrinck zu ähnlich harten Einschnitten wie bei den Kölner Kollegen von Gruner + Jahr kommen könnte. Es sei möglich, dass die Redaktionen von „Handelsblatt“ und „Wirtschaftswoche“ zusammengelegt würden.
Wohl auch, weil die Spekulationen bereits in der Branche die Runde machten, rief die Geschäftsführung die Mitarbeiter in der Kasernenstraße zu einer kurzfristig anberaumten „Informationsveranstaltung“. Geschäftsführer Tobias Schulz-Isenbeck teilte der Belegschaft mit, dass die Notwendigkeit zum Sparen bestehe, konkrete Beschlüsse aber noch nicht gefallen seien.
Auf MEEDIA-Anfrage wiesen hochrangige Verlags-Manager eine Zusammenlegung der beiden Titel als „unangemessen“ zurück. Damit wird es keine Zentralredaktion unter der Leitung von Roland Tichy („WiWo“) und Bernd Ziesemer („Handelsblatt“) geben. Allenfalls könne darüber nachgedacht werden, wie einzelne Ressorts, etwa die Bildredaktionen, künftig enger zusammen arbeiten. Zwar müsse auch bei der Verlagsgruppe Handelsblatt die Kosten reduziert werden; die Lage sei aber mit der bei Gruner + Jahr nicht vergleichbar. Deshalb gelte: „Personalabbau regeln wir durch natürliche Fluktuation.“

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