Mehr Disziplin in der BBC gefordert

Das BBC-Management ist von ihrem Kontrollrat, dem BBC Trust, wegen schwerer redaktioneller Mängel kritisiert worden. Künftig soll in der BBC mehr Disziplin herrschen, sonst drohen empfindliche Strafen. Anlass für die Rüge war das Verhalten von Starmoderator Jonathan Ross, der sich zu Obszönitäten während einer Sendung hatte hinreißen lassen.

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Gemeinsam mit Co-Moderator Russell Brand hatte er einen Skandal ausgelöst, als sie in einer Radiospätsendung auf BBC 2 Obszönitäten auf dem Anrufbeantworter des Schauspielers Andrew Sachs hinterließen und dabei auf sexuelle Kontakte mit Sachs’ Enkeltochter anspielten. Nach der Sendung waren über 40.000 Beschwerden beim Sender eingegangen. „Es gibt in der BBC keinen Platz für sorglosen Gebrauch beleidigender und anstößiger Sprache ohne klare inhaltliche Rechtfertigung“, stellte BBC-Trust-Chairman Sir Michael Lyons kategorisch fest. Auch in anderen Sendungen hatten despektierliche Äußerungen zugenommen. Skandal-Moderator Ross darf seinen Job voraussichtlich behalten, wenn er im Januar nach drei Monaten Strafurlaub zurückkehrt.

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