Anzeige

Tritt Xing-CEO Lars Hinrichs ab?

Noch dementiert Xing: Im Netz kursieren Spekulationen, dass Xing-CEO Lars Hinrichs heute seinen Chefposten niederlegt. Der twitterte bereits mit einem Smiley: „:-) our policy to rumors is and always will be "no comment".“ Beim Börsenrecht ist – vor dem Versand einer Adhoc-Meldung – kaum mit einer eindeutigeren Bestätigung zu rechnen. Mögliche Ausstiegsgründe: Der Chef geht in Babypause, verkauft, sucht einen Nachfolger mit Auslands-Erfahrung oder er stolperte über eine Nutzerdaten-Kontroverse.

Anzeige

Noch dementiert Xing: Im Netz kursieren Spekulationen, dass Xing-CEO Lars Hinrichs heute seinen Chefposten niederlegt. Der twitterte bereits mit einem Smiley: „:-) our policy to rumors is and always will be „no comment“.“ Beim Börsenrecht ist – vor dem Versand einer Adhoc-Meldung – kaum mit einer eindeutigeren Bestätigung zu rechnen. Mögliche Ausstiegsgründe: Der Chef geht in Babypause, verkauft, sucht einen Nachfolger mit Auslands-Erfahrung oder er stolperte über eine Nutzerdaten-Kontroverse.

Für Variante eins, in der Lars Hinrichs den Chefposten in seinem eigenen Unternehmen gegen Küche, Wickeltisch und Staubsauger tauscht, spricht, dass sich seine Frau Daniela gerade im Mutterschutz befindet. Das Gründerehepaar hat bereits zwei Kinder. Hinrichs könnte nebenbei weiter als Investor und Business-Engel arbeiten.

Variante zwei, ein Verkauf des Unternehmens, böte die Möglichkeit einen Exit zu selbstbestimmten Konditionen durchzuführen. Xing steht – trotz Wirtschaftskrise – hervorragend da. Im Vergleich zu vielen andern Internet-Companys haben die Hamburger den großen Vorteil, nicht vom Werbegeschäft abhängig zu sein, sondern über ein funktionierendes und lukratives Abo-Geschäft zu verfügen. Mögliche Kaufkandidaten: Der große US-Rivale LinkedIn, die Springer AG, die gerade ankündigte rund 400 Millionen Euro in börsennotierte Web-Companys zu stecken, oder vielleicht sogar Bertelsmann.

Die Gütersloher sind im Web ganz schwach aufgestellt und gelten als renditefixiert. Damit fallen Beteiligungen an kostenintensiven Start-ups weg. Wenn man allerdings ein profitables Web-Unternehmen kaufen könnte, stellt sich die Situation möglicherweise anders da.

Die dritte Variante geht davon aus, dass Xing international weiter wachsen will und Hinrichs deshalb einen Web-Manager mit globaler Erfahrung anheuern will.

Eine vierte Variante meldet dpa. Demnach soll Hinrichs über eine Kontroverse bei der Nutzung von Mitgliederdaten gestolpert sein. Dieses Gerücht dementierte der CEO allerdings bereits via Twitter: „We are shooting out a message which addresses the false information from DPA-AFX shortly.“
„Ende September 2008 zählte die Xing AG mehr 6,5 Millionen Mitglieder weltweit. Die Mitgliederbasis stieg damit um 53 Prozent innerhalb eines Jahres. Allein in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte die Xing AG 151.000 neue zahlende Mitglieder gewinnen“, verkündet das Unternehmen stolz. Auch beim Umsatz kann die Web-Company Rekordzahlen vermelden. So lag der Gesamtumsatz in den ersten neun Monaten mit 25,09 Millionen Euro 28 Prozent über den Gesamtumsatz des gesamten Geschäftsjahres 2007.

Aktuell steht die Xing-Aktie bei 25,12 Euro, nahe des Allzeittiefs. An der Börse hat das Unternehmen damit einen Gesamtwert von rund 130 Millionen.

Der klassische Zeitpunkt für ein börsennotiertes Unternehmen den Rückzug seines CEOs bekannt zu geben, ist Freitag nach Handelschluss.  

>> Horizont.net zum Hinrichs-Rückzug
>> Horizont-Blogger Olaf Kolbrück
>> weitere Reaktionen bei Rivva.de
>> Netzökonom

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige