Europeana: Europas erste digitale Bibliothek

Die Europäische Kommission startet die digitale Bibliothek Europeana. Unter dem Motto "connection cultural heritage" stehen ab sofort kulturelle Kostbarkeiten aus den nationalen Bibliotheken, Archiven und Museen aller 27 Mitgliedsstaaten zur freien Verfügung. Das vor zwei Jahren gestartete Projekt beinhaltet bereits heute mehr als zwei Millionen Werke aus über 1000 europäischen Kultureinrichtungen. Bis 2010 soll sich die Anzahl verfünffachen.

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Mehr als 50 Prozent der angebotenen Dokumente stammen aus Frankreich. Aus Deutschland kommt bisher nur etwa ein Prozent – angeblich aufgrund „technischer Probleme“. Digitalisiert werden nicht nur Bücher, sondern auch Briefe, Gemälde, Partituren sowie Ton- und Filmaufnahmen. Die Angebote von Europeana sind miteinander verknüpft, damit Suchanfragen Ergebnisse auf unterschiedlichen Ebenen liefert.

Das primäre Anliegen des vielsprachigen Internet-Portals ist es, gemeinsame europäische Kultur zu vermitteln. Dafür sollen in den nächsten zwei Jahren knapp 120 Millionen Euro an EU-Forschungsgelder in die Digitalisierung von Bibliotheken fließen. Das Projekt selbst wird mit jährlich zwei Millionen Euro gefördert. Noch steckt das Unterfangen allerdings in den Kinderschuhen: Erst ein Prozent aller Archive sind bisher digitalisiert.

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