Yelp – erfolgreichster Gastro-Guide der Welt

Kennen Sie Yelp? Es passiert nicht häufig, dass die „New York Times“ einen Artikel in der Länge einer ganzen Zeitungsseite über eine Website veröffentlich. Letzte Woche ist das unter dem Titel „Eat and tell“ geschehen. Die Internetsite, um die es ging, dürfte in Deutschland nur Online-Insidern bekannt sein. Aber in den Vereinigten Staaten gehört der Restaurant-, Nightlife- und Shopping-Führer Yelp.com, zu den am schnellsten wachsenden Online-Angeboten überhaupt. In Deutschland inspirierte die Site das Portal Qype.

Werbeanzeige

Kennen Sie Yelp? Es passiert nicht häufig, dass die „New York Times“ einen Artikel in der Länge einer ganzen Zeitungsseite über eine Website veröffentlich. Letzte Woche ist das unter dem Titel „Eat and tell“ geschehen. Die Internetsite, um die es ging, dürfte in Deutschland nur Online-Insidern bekannt sein. Aber in den Vereinigten Staaten gehört das Qype-Vorbild, der Restaurant-, Nightlife- und Shopping-Führer Yelp.com, zu den am schnellsten wachsenden Online-Angeboten überhaupt. 

Sie heißt „Yelp“  und ist ein Restaurant-, Nightlife- und Shopping-Führer unter dem Motto „Real people, real reviews“. Die Site ist eine Mischung aus Leserkritiken und Social Network und basiert auf der Idee, dass man in erster Linie Empfehlungen von Freunden glaubt. „So go out, eat and yelp about it. It‛s your civic duty“, schrieb „Time Magazine“, das Yelp schon 2007 zu den 10 besten Websites der USA zählte. 
Auf deutsch übersetzt heißt „yelp“ so etwa „kläffen, aufschreien“. Und klingt auch ein bißchen nach „Help“ und nach „Yahoo“, was unter Marketing-Gesichtspunkten vermutlich nicht verkehrt ist. 
Yelp wurde 2004 von zwei jungen Leuten mit Namen Jeremy Stoppelman und Russell Simmons gegründet, die zuvor bei PayPal gearbeitet hatten. Einer ihrer ersten Finanziers war Max Lechvin, der Mitbegründer von PayPal. Yelp ist zunächst in der San Francisco Bay Area groß geworden und hat sich dann allmählich nach Los Angeles, Chicago, New York, Boston und Seattle ausgedehnt. Heute findet man bei Yelp über 4 Mio. Reviews und Tipps für ganz Amerika. Die Site lockt jeden Monat über 15 Millionen Visitors an, wobei 80% der “Yelper” unter 40 Jahren sind. 
In letzter Zeit häufen sich allerdings die Stimmen, die die Glaubwürdigkeit von Yelp anzweifeln. Die Fernseh-Station ABC berichtet, wer bei Yelp wirbt, bei dem rutschen die positive Leserkritiken nach oben, die negativen nach unten. Die Vertreter von Yelp würden potentielle Anzeigenkunden regelrecht erpressen. Dazu muß man den Background kennen: Yelp steht unter enormen wirtschaftlichem Druck. Bisher hat die Site schon über 30 Mio. Dollar Venture Capital verbrannt und schreibt noch immer rote Zahlen. 2009 soll sie angeblich rentabel werden, aber das kann man sich im dem momentanen wirtschaftlichen Umfeld nur schwer vorstellen. 
Unbedingt ansehen sollte man sich die neue iPhone-Application von Yelp, die via GPS Tipps genau für den Ort anzeigt, in dem man sich gerade befindet.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige