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Print lebt – mit Krankheiten

Nach dem ganzen Big-Business-Gedöns der vergangenen Tage (Burda, Gruner, ProSiebenSat.1, WAZ) ist es mal wieder an der Zeit, sich kurz einem abseitigen Thema zu widmen. Vor einigen Tagen stieß ich auf eine Pressemitteilung, die meine Neugier weckte. Der auf Medizin-Themen spezialisierte Fachverlag gfmk startet die Zeitschrift „Patient & Haut“. Ein Magazin zum Thema Hautkrankheiten! Cool. […]

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Nach dem ganzen Big-Business-Gedöns der vergangenen Tage (Burda, Gruner, ProSiebenSat.1, WAZ) ist es mal wieder an der Zeit, sich kurz einem abseitigen Thema zu widmen. Vor einigen Tagen stieß ich auf eine Pressemitteilung, die meine Neugier weckte. Der auf Medizin-Themen spezialisierte Fachverlag
gfmk startet die Zeitschrift „Patient & Haut“. Ein Magazin zum Thema Hautkrankheiten! Cool. Also natürlich nicht, wenn man sowas hat. Wir reden von Neurodermitis, Akne, Infektionskrankheiten. Alles sehr sehr unschön. Aber jetzt haben auch Hautkrankenheiten, bzw. Hautkranke en eigenes Magazin.

Gleich mal zur Website des Verlags geklickt und geschaut, was die sonst noch so herausbringen. Aha, „Allergikus“. Es geht um Allergien, Asthma, schon wieder Neurodermitis und die überaus fiese Lungenkrankheit COPD. Die Raucher-Lunge lässt grüßen.

Was hamma noch? „Befund Krebs“, das Magazin für Leute mit Tumor, „Befund MS“ und: „Neuronal“ mit dem Themen-Dreiklang Alzheimer, Schlaganfall, Parkinson. Nur nicht falsch verstehen – ich will mich über diese schlimmen Krankheiten nicht lustig machen. Aber dass es einen ganzen Verlag rund um solch finstere Themen gibt, der damit offenbar üppig Anzeigengelder einstreicht, das finde ich bemerkenswert. Und warum sehen die krebskranken Schlaganfallpatienten mit Hautkrankheit auf den Titelbildern alle so verflixt glücklich, gesund und zufrieden aus? Da stimmt doch was nicht!

Print lebt. Mit Krankheiten.

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