Überleben „Twitter“ und „Second Life“ die Krise nicht?

Die Warnungen vor einer aufziehenden Medienkrise werden diese Tage lauter und lauter. Rupert Murdoch spricht von „unprecedented challenges“, Google-CEO Eric Schmidt von „very hard times“ und Time Warner-Chef Jeffrey Bewkes von „dark days ahead“.  Schockierende Töne hört man auch aus Großbritanien. Der Online-Chef vom „Guardian“ sieht die Medien-Industrie für die nächsten 2 Jahre „on the […]

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Die Warnungen vor einer aufziehenden Medienkrise werden diese Tage lauter und lauter. Rupert Murdoch spricht von „unprecedented challenges“, Google-CEO Eric Schmidt von „very hard times“ und Time Warner-Chef Jeffrey Bewkes von „dark days ahead“. 

Schockierende Töne hört man auch aus Großbritanien. Der Online-Chef vom „Guardian“ sieht die Medien-Industrie für die nächsten 2 Jahre „on the brink of carnage“. Er spricht von einer „apocalyptic period for mainstream media“ und prophezeit, daß 5 überregionale englische Tageszeitungen pleite gehen würden
Daß selbst die ausgebufftesten Profis vom „Credit Crunch“ überrascht wurden, kann man daran sehen, daß der 85jährige Sumner Redstone, dessen Vermögen „Forbes“ auf über 5 Milliarden Dollar schätzt, wohl aus Liquditätsgründen gezwungen sein wird, entweder Viacom oder CBS zu verkaufen. 
Überall wird gestrichen, gespart und entlassen. Ein paar Headlines der letzten Tage: 

  • NBC-Präsident Jeff Zucker will 500 Mio. Dollar im nächsten Jahr einsparen
  • Yahoo bereitet sich darauf vor, im Dezember 3500 (!) Leute zu entlassen
  • „Playboy“ entlässt 80, „Sirius Radio“ 75 und die Zeitschrift „Fast Company“ 20 Mitarbeiter

  Faustregel: jede Medien-Company versucht, die Kosten fürs nächste Jahr um mindestens 20-30% zu senken – notfalls mit brutalen Mitteln. Angst geht um, auch und gerade in Silicon Valley. 
Es mehreren sich die Stimmen, die Pleiten von bekannten Websites erwarten. Es werden sogar Namen genannt. Darunter sind erstaunlicher Weise auch Twitter, Second Life, Zillow, Pandora, Skype und Ask. Was allerdings MySpace auf dieser Liste zu suchen hat, ist mir ein Rätsel. 

Bezeichnend:  

  • und Forbes sieht sich gezwungen, seine eigentlich gerade veröffentlichte Liste der 400 reichsten Leute der Welt kurzfristig zu überarbeiten. Es haben sich erhebliche Verschiebungen ergeben. Allein Bill Gates soll im letzten Monat 1,5 Milliarden Dollar verloren haben.
  • für die Party zum 40. Geburtstags des erfolgreichen „New York Magazine“ mussten die 300 Angestellten Tickets kaufen. Noch schlimmer bei Hearst: dort wurde die diesjährige Weihnachtsfeier ganz abgesagt. „Our employees will understand“, heißt es dazu aus dem Haus.

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