Anzeige

Krise oder Chance? 10 Meinungen aus der Blogosphäre zur aktuellen Finanz-Situation

Den Anfang macht kein Blogeintrag, sondern ein „Welt“-Text, der als einer der wichtigsten Zitatgeber des Wochenendes gilt. Die Tageszeitung beschäftigte sich mit der Frage, ob nicht Mittelschicht selbst für die Krise verantwortlich ist. „So ergab jene Studie zur Mentalität deutscher Privatanleger, dass sie an „ein Naturrecht auf steigende Gewinne“ glauben. Dieser Glauben verstärkt, dass sie […]

Anzeige

Den Anfang macht kein Blogeintrag, sondern ein „Welt“-Text, der als einer der wichtigsten Zitatgeber des Wochenendes gilt. Die Tageszeitung beschäftigte sich mit der Frage, ob nicht Mittelschicht selbst für die Krise verantwortlich ist. „So ergab jene Studie zur Mentalität deutscher Privatanleger, dass sie an „ein Naturrecht auf steigende Gewinne“ glauben. Dieser Glauben verstärkt, dass sie sich kaum noch selbst auf den Märkten umtun – wo die Unübersichtlichkeit die Risiken spürbar macht –, sondern zu Fonds oder Banken gehen, die suggerieren, die Erlöse kämen alsbald zurück „wie der Strom aus der Steckdose“ (Christoph Deutschmann).“
 
Auf den „Welt“-Artikel antwortet Medienlese: „Also schreibt Welt Online über den Artikel: “Soziologen: Wie die Mittelschicht die Krise ausgelöst hat” und provoziert mit dieser Überschrift wütende Reaktionen. Schon wird “Abbitte” bei den Bankstern geleistet und sich bei den Soziologen beschwert.“

Auch Martina Kausch setzt sich mit der „Welt-These“ auseinander: „Ich leiste Abbitte und zwar bei den Spekulanten, den Banken, den Investmenthändlern, den Zockern und Spielern an der Börse, bei den neoliberalen Wirtschaftskapitänen und bei denjenigen, die aus ihren Millionen Euro / Dollar noch mehr haben wollten. Ich entschuldige mich bei den Brokern, bei den Lobbyisten und bei den Wirtschaftsjournalisten, die die neoliberale Forderung nach der Selbstregulierung der Märkte hoch hielten.

Im Silicon Valley dagegen geht es weit Handfester zu. Michael Arrington schreibt: „This week, without any doubt, we got that downturn. It was different from the last downturn in that it wasn’t driven by the crazy bullishness of Silicon Valley venture capitalists and investment banks. This time, Wall Street and our government screwed everything up all on their own while we minded our own business and acquired our own instead of going public at crazy valuations.“

 
Auch der US-Video-Blogger Loren Feldmann ist richtig angefressen und doch voller Triumphfreude. Weil sich in der Krise bestätigt fühlt. Härter als Feldmann kann man mit den Web2.0-Kids kaum abrechnen. „Die Party ist vorbei. Ich habe Euch schon immer gesagt, dass das ganze Web2.0-Zeugs nun ein Menge Bullshit ist.“ Feldman hat nicht immer Recht, aber die Party ist definitiv vorbei.
 

Der Triumph und die Tonalität ist Selbe. Don Alphonso schreibt: „I fucking told you“.
 
Andreas Göldi in einem Kommentar bei Robert Basic: „Ich fürchte, dass auch europäische Startups keineswegs verschont werden. Natürlich ist in Europa Venture Capital nicht ganz so wichtig wie in Amerika. Aber Business-Angels, die allein diese Woche vermutlich 20% ihres Portfoliowerts verloren haben, sind auch nicht gerade in toller Investitionsstimmung.“

Fredy Künzler weist auf einen spannenden Nebenaspekt hin: „Aber auch CFOs grosser „unantastbarer“ Carrier müssen sich einige Gedanken machen. Telecom Ramblings notiert die Millionen-Schulden von Level, immerhin die Nummer 1 im globalen IP Markt. Oder eine Tiscali International Networks, die zum Verkauf stehen sollte – für einen Preis von angeblich 40 bis 50 Millionen Euro. So billig ist ein globaler Internet-Carrier zu kaufen … doch scheinbar ist das immer noch zu viel verlangt, denn sonst hätte sich sicher schon jemand das Schnäppchen einverleibt (leider reicht meine Portokasse nicht ganz).“

Zum Abschluss noch zwei Videos zur gepflegten Panikmache: Im ersten Video erklärt Nouriel Roubini warum es zu einer tiefen Rezession kommen wird.
 
>> Journalistenschredder…

Im zweiten Clip gibt Aktienhändler Dirk Müller dem Deutsche Anleger Fernsehen. Zitat: „Das was wir im Moment sehen, ist der Zusammenbruch unseres Wirtschafts- und Finanzsystems“.
 
>> Medienlese

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige