Ein neuer Begriff geht um: „Disaster planning“

Auch wenn das milliardenschwere Rettungspaket für die Finanzbranche im Repräsentantenhaus im zweiten Anlauf gebilligt wurde, das Bankenbeben hat in den letzten Tagen zu panischen Reaktionen im US-Medienbusiness geführt.   Einhellige Meinung „2009 is going to be exceptionally difficult“. Um über die Runden zu kommen, bräuchte man „brutal measures“. Und das nennt man dann „disaster planning“.  […]

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Auch wenn das milliardenschwere Rettungspaket für die Finanzbranche im Repräsentantenhaus im zweiten Anlauf gebilligt wurde, das Bankenbeben hat in den letzten Tagen zu panischen Reaktionen im US-Medienbusiness geführt.  

Einhellige Meinung „2009 is going to be exceptionally difficult“. Um über die Runden zu kommen, bräuchte man „brutal measures“. Und das nennt man dann „disaster planning“. 
Die Ereignisse der letzten Tage: 

  • Anfang der Woche gab die New Yorker Zeitung „Sun“ bekannt, daß ihr das Geld ausginge und sie deshalb schließen müsse. Sie wurde gerade einmal 6 Jahre alt.
  • am Mittwoch erwischte es die nächste Zeitung. Die „Star Tribune“ aus Minneapolis konnte ein 9 Mio. Darlehen nicht zurückzahlen und verhandelt seitdem fieberhaft mit den Banken.
  • am Donnerstag mergte „Revolution Health“ mit „Everyday Media“. AOL-Gründer Steve Case dürfte mit „Revolution Health“ mal eben rund 200 Mio Dollar verloren haben.
  • Am Donnerstag berichtete die „New York Times“, Venture Capital in Silicon Valley könne austrocknen. Und der bekannte Investor Ron Conway riet allen Startups, schleunigst ihre Kosten zu senken.
  • am Freitag hörte man von <a href='http://gawker.com/5058775/„Gawker“-Verleger‘> , dass er 19 seiner 133 Redakteure entlassen müsse. Betroffen ist auch die Silicon Valley-Gossipsite „ValleyWag“.

All das dürfte erst der Auftakt zu dem sein, was uns die nächsten Wochen und Monate (auch in Deutschland) bevorsteht. Stay tuned.  
Dazu passt auch diese Meldung: Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat am Freitag bekanntgegeben, dass dem Bundesstaat Kalifornien Ende Oktober das Geld ausgehen werde. 7 Milliarden Dollar werden dringend benötigt. Er habe sich in allem Ernst an Bill Gates gewandt, ob er nicht aushelfen könnte. Bei den Banken gibt es ja wenig zu holen…

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