Facebook: Fünf Gründe für den Welterfolg

Es ist die wohl größte Erfolgsgeschichte der Web 2.0-Ära. Viereinhalb Jahre nach dem Start als Uni-Community ist Facebook wohl zum wichtigsten sozialen Netzwerk der Welt aufgestiegen – nur nicht in Deutschland. Hierzulande kämpft die Plattform noch immer mit der Million-Mitglieder-Marke. MEEDIA nennt fünf Gründe, warum es Gründer Marc Zuckerberg und seinem Plattform doch gelingen könnte, den deutschen Platzhirschen StudiVZ anzugreifen.

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1. Facebook ist das am schnellsten wachsende Netzwerk der Welt
Mitte August verkündete Marc Zuckerberg stolz, dass sein Network – rund 4,5 Jahre nach seiner Gründung – nun 100 Millionen Mitglieder hat. Damit ist Facebook weltweit die Nummer zwei. Der große Rivale MySpace verfügt über mehr als 200 Millionen Nutzerkonten. Legt man allerdings die Wachstumsgeschwindigkeit zu Grunde, ist Facebook der absolute Spitzenreiter. Nach Berechnungen des US-Marktforschungsunternehmens Comscore wuchsen die Amerikaner alleine im vergangenen Jahr um 153 Prozent. Konkurrent MySpace stagniert dagegen bei einem Plus von nur drei Prozent.

2. Die Plattform wandelt sich vom Social Network zur Social Utility
Die Revolution erfolgte im Mai 2007. Gründer Mark Zuckerberg beschoss damals, sein Portal für externe Entwickler zu öffnen. Seit diesem Tag, darf jeder der Lust dazu hat, Applikationen für die Plattform entwickeln. „Wir wollen Facebook zu so etwas wie einem Betriebssystem machen, auf dem unzählige Programme laufen“, erklärte Zuckerberg die einschneidenden Veränderungen. Mit diesem Schritt wandelte sich die Seite vom Social Network zur Social Utility. Die kühne Idee entpuppte sich als Geniestreich. So nannte der frühere Netscape-Gründer Marc Andreesen Facebooks Transformation in seinem Blog „einen der größten Meilensteine in der Technologiebranche in diesem Jahrzehnt“.     

3. Gründer Zuckerberg ist der sympathischste Web 2.0-Rotzlöffel
Facebook begann als Studenten-Netzwerk. Passend dazu verhält sich Gründer Mark Zuckerberg noch heute wie ein typischer US-Student. Er ist lustig, entspannt und arbeitet oder feiert gerne ganze Nächte durch. So erzählt man über den 25-Jährigen, dass er in San Francisco in einem Einzimmer-Appartement wohnt. Er schläft nur auf einer Matratze, anstatt in einem Bett und besitzt auch keinen Wecker. Zuckerberg steht einfach auf, wenn sein Blackberry den ersten Anruf bekommt. Markenzeichen des Milliardärs sind seine Adiletten, auf die er selbst bei wichtigen Verhandlungen nicht verzichtet. Zu Beginn seiner Karriere stand auf seiner Visitienkarte „I’m CEO… Bitch!“.

4. Facbook will keine neuen Bekanntschaften fördern
Zuckerberg sieht den Schlüssel zum Erfolg seiner Seite in der Wandlung vom Social Network zum Social Utility  – also vom Netzwerk zu einer Plattform, die Kommunikationsprozesse optimiert. „Facebook zielt im Gegensatz zu MySpace oder anderen Social-Networking-Websites nicht darauf ab, neue Bekanntschaften zu machen, sondern bestehende zu pflegen, nur auf einer neuen Kommunikationsebene“.

5. Das Portal bietet das Beste aller Web 2.0-Welten
Wer sich einmal zur Anmeldung entschlossen hat, betritt ein Netzwerk-Universum, das seinesgleichen sucht. Schnell wird klar, dass Facebook das Beste aus den Web 2.0-Welten vereint:

  • Es bietet alle Killerapplikationen des Web 2.0 bzw. integriert per einfacher Installation die Inhalte führender Anbieter wie YouTube, Flickr oder Twitter.
  • Es ist eine Netzwerk-Community für geschäftliche, vor allem aber private Kontakte – kommt dabei aber viel interaktiver und lässiger daher als Xing oder LinkedIn.
  • Es besitzt die Coolness und Anziehungskraft des großen Rivalen MySpace, kann dabei aber fast durchweg reale Kontakte aufweisen.  
  • Es hilft dabei, alte Schul- und Studienfreunde wiederzufinden, ist dabei aber nicht so lokal begrenzt wie Stayfriends.de oder studiVZ.
  • Es spielt mit dem versteckten Reiz des Online-Flirts, kommt dabei aber ohne die Zielgerichtetheit von Dating-Websites aus
  • Es bringt echte Menschen rund um den Erball zusammen, kommt aber ohne den bisweilen etwas missionarischen Eifer von Couchsurfing oder des HospitalityClubs.org daher.

Am Dienstag startet die große MEEDIA-Facebook-Serie. In acht Teilen erzählt Autor Nils Jacobsen wie die Facebook-Story begann und erklärt, warum die Plattform unsere Kommunikation verändern wird und warum das Start-up 15 Milliarden Dollar wert ist.

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