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6 Millionen sahen Bayerns Reha im Pokal

Schon ist von Rehabilitierung die Rede: Gegen Nürnberg siegt der FC Bayern am Mittwochabend im DFB-Pokal mit 2:0 und lässt die Pleite vom Wochenende gegen Werder Bremen vergessen. Mit 6,47 Mio. Zuschauern ab drei Jahren war das bayerische Derby im Ersten die meistgesehene Sendung des Tages. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichte es für tolle 17,7 Prozent (2,24 Mio.). Nix zu lachen hatte hingegen Sat.1 mit seinen gar nicht so üblen neuen Dokusoaps.

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„Geheime Helfer“ und „Die Jugendcops“ konnten gegen den Fußball und die RTL-Konkurrenz nichts ausrichten. Dabei waren auch RTL-Dauerbrenner „Die Super-Nanny“ mit 19 Prozent (2,38 Mio.) und „Raus aus den Schulden“ mit 18,1 Prozent Marktanteil (2,31 Mio.) bei den jungen Zuschauern nicht in Hochform. Die umstrittene Sat.1-Sozialfahnder-Doku „Gnadenlos gerecht“ schaffte um 21.15 Uhr noch den besten Marktanteil – und der lag mit 1,29 Mio. Zuschauern bloß bei 10,1 Prozent.

Dass die neuen Dokusoaps nicht so krawallig daher kommen, haben die Zuschauer zum Auftakt nicht honoriert: Die erste Folge „Geheime Helfer“, in der Unternehmer Christoph Kleuters sich für eine Woche als Hartz-IV-Empfänger ausgibt, in sozialen Einrichtungen mithilft und nachher Unterstützung aus seinem Privatvermögen bietet, kam um viertel nach acht auf traurige 1,02 Mio. Zuschauer – das reichte gerade mal für 8,1 Prozent MA bei den 14- bis 49-Jährigen. Noch härter erwischte es ab 22.15 Uhr „Die Jugendcops & Kommissariat 105 im Einsatz“. 690.000 Zuschauer wollten sehen, wie Münchner Polizisten jugendliche Gewalttäter wieder auf den richtigen Weg bringen. 7,8 Prozent MA für die actionreiche, aber ambitionierte Reihe sind enttäuschend.

Eine böse Überraschung erlebte auch RTL 2. Die in der Vorwoche gestarteten Serien „Heroes“ und „Smallville“ schmieren in der zweiten Woche gnadenlos ab. Besonders schlimm trifft es „Smallville“ um viertel nach neun mit 0,6 Mio. Zuschauern und 4,7 Prozent MA. „Heroes“ rettet sich auf gerade noch so akzeptable 6,8 Prozent MA mit 0,86 Mio. Zuschauern. Ein kleiner Lichtblick um kurz nach zehn: Zum Auftakt holt „Flash Gordon“ mit 0,61 Mio. Zuschauern immerhin 7,7 Prozent MA.

Völlig unbeeindruckt von alldem gibt sich Vox, das mit einer Doppelfolge „Criminal Intent“ wieder konstante 10,1 Prozent MA (um 20.15 Uhr) und 10 Prozent MA einfährt. Zugesehen haben 1,28 und 1,3 Mio. junge Krimifans. „Men in Trees“ muss wieder ganz leicht abgeben und landet diese Woche bei 7,6 Prozent MA. Und auf Pro Sieben hat „Samantha Who?“ zur selben Zeit nur einen kleinen Vorsprung – mit 830.000 Zuschauern und 8,6 Prozent MA, die „Scrubs“ im Anschluss nur marginal auf 8,7 Prozent verbessern kann. Nach wie vor übel sieht’s bei „Eli Stone“ aus, das um viertel nach acht wieder bloß 7,4 Prozent für Pro Sieben holt, der Glanzpunkt des Abends ist „Grey’s Anatomy“, das allerdings noch nicht wieder zu früherer Stärke zurückgefunden hat. Umringt von lauter Serien mit einstelligen Marktanteilen sind 1,62 Mio. Zuschauer und 12,7 Prozent MA in der werberelevanten Zielgruppe natürlich ein Segen.

Kabel eins, das sich derzeit wieder konsequent auf die Filme der 80er, 90er und das Beste von – äh, vorgestern zu spezialisieren scheint, schafft mit dem Danny-DeVito-Klassiker „Der Rosenkrieg“ um 20.15 Uhr 7 Prozent Marktanteil (0,85 Mio.). „Eine verhängnisvolle Affäre“ stürzt im Anschluss allerdings auf 5,5 Prozent ab.

Meistgesehene Sendung beim jungen Publikum ist – trotz Fußball und RTL-Dokusoaps – ein weiteres Mal „GZSZ“ mit 2,4 Mio. Zuschauern und 24,3 Prozent MA. Den Tagessieg angelt sich RTL mit 16,7 Prozent Tagesmarktanteil, das Erste schafft dank Fußball auch mal 10,3 Prozent, liegt damit aber immer noch hinter Sat.1 (11,7 Prozent) und Pro Sieben (10,6 Prozent). Im Gesamtmarkt kann das ZDF mit dem Heino-Ferch-Film „Und Jimmy ging zum Regenbogen“ punkten – wenn auch nicht beim jungen Publikum (8 Prozent MA). Insgesamt sahen aber 5,5 Mio. Zuschauer ab drei Jahren zu.

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